Danny Huston

Schauspieler • Regisseur • Synchronsprecher
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Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor. Sohn des legendären Regisseurs John Huston („Die Spur des Falken„, „Der Schatz der Sierra Madre„, „African Queen“, „Moby Dick“), lernte Danny Huston das Filmen von Geburt an auf den Sets seines Vaters kennen, wurde zum Globetrotter und begann Anfang der 80er-Jahre, Regie bei Film und Fernsehen zu führen. Nach fünf eigenen Kinofilmen übernahm er kleinere Rollen als Schauspieler und wurde seit dem neuen Millenium einer der begehrtesten Nebenrollendarsteller mit über 30 Filmen in zehn Jahren. Von imposanter Statur, spielt er wie der Vater („Chinatown“) Schurken, Spieler, Unternehmer, Respektspersonen und Patriarchen und in Oliver Parkers „Fade to Black“ (2007) ein weiteres Filmgenie: Orson Welles.

Danny Huston wurde 1962 in Rom als Sohn von Schauspielerin Zoe Sallis und John Huston geboren, der dort „Freud“ inszenierte. Er besuchte ein Internat in Camden, Irland, begleitete den Vater auf dessen Weltreisen und übernahm für Johns in Mexiko gedrehten Film, das Trinkerdrama „Unter dem Vulkan“ (1984), die Regie der Titelsequenz. Drei TV-Regiearbeiten folgten sowie fünf Kinofilme. Der Familienfilm „Auf der Suche nach Bigfoot“ (1987) kreist um ein freundliches, bärtiges Gebirgsmonster. „Mr. North – Liebling der Götter“ (1989) ist eine Adaption des letzten Romans von Thornton Wilder, eine im Stil von „Der große Gatsby“ erzählte, in Newport 1926 spielende Gesellschaftsstudie um Neureiche und deren Anhang. Das Biopic „Colette“ (mit Mathilda May in der Titelrolle) führt ins Paris der wilden 20er-Jahre. Im Psychothriller „Der Psychopath“ (1995) wird Mia Sara vom Ehepaar Burt Reynolds und Angie Dickinson terrorisiert. Nach dem Buch von Eiskunstlaufweltmeisterin und Olympiasiegerin Katarina Witt entstand 1995 als bislang letzte Regiearbeit „Die Eisprinzessin“ (mit Kati Witt in der Hauptrolle).

Um weitere Fähigkeiten zu erproben, übernahm Danny Huston 1995 in Mike Figgis‘ Trinkerdrama „Leaving Las Vegas“ (Oscar für Nicolas Cage) die Rolle des Barkeepers. Die Schauspielerei wurde sein eigentliches Metier. Für Figgis arbeitete Huston noch in „Timecode“ und „Hotel“; er wirkte in Bernard Roses „Anna Karenina“-Version (mit Sophie Marceau, 1997) mit und wurde für seine Rolle des Hollywood-Künstleragenten Ivan in Roses „IvanXTC“ (2000) für den Independent Spirit Award als Bester Hauptdarsteller nominiert.

Huston war in TV-Serien ( „C.S.I.“, zwei Folgen) und in etlichen Kinofilmen zu sehen: als tödlich verunglückter Ehemann von Naomi Watts in Alejandro González Inarritús Drama „21 Gramm“, als Sohn von Lauren Bacall und Verlobter von Nicole Kidman in „Birth“, als Chef der Fluglinie TWA in Martin Scorseses „The Aviator“ (2004, mit Leonardo Di Caprio), als Ex-Journalist und Detektiv in John Sayles‘ politischer Satire „Silver City“, als vom eigenen Bruder verfolgter Western-Bandit in „The Proposition – Tödliches Angebot“, als Kaiser Joseph II. in Sofia Coppolas „Marie Antoinette“ (mit Kirsten Dunst), als Minister im Science-Fiction-Film „Children Of Men“ (mit Clive Owen), als Geheimagent im Thriller „Robert Ludlum’s Der Hades-Faktor“, als in Rachel Weisz verliebter Beamter in Fernando Meireilles‘ John Le Carré-Verfilmung „Der ewige Gärtner„, als bester Freund von Jim Carrey in „Number 23“, als Vampir-Anführer in „30 Days To Night“ und als mit einem Mordfall auf dem Set konfrontierter Regisseur Orson Welles in „Fade To Black“.

Danny Huston war von 1989 bis 1992 mit Schauspielerin Virginia Madsen („Sideways“) verheiratet, die in seinen Filmen „Mr. North“ und „Colette“ spielte. 2001 heiratete Huston Katie Jane Evans, mit der er ein Kind hat.

Danny Huston wurde 2004 mit dem Preis der Filmkritikervereinigung von Phoenix (Bestes Ensemble „21 Gramm“) und dem Satellite Award (Bestes Ensemble „21 Gramm“) ausgezeichnet.

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