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Anderson wird sich untreu

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Daniel Day-Lewis Poster
© Senator

Öl statt Wasser: Magnolien gelangen auch auf unkonventionellen Wegen zu voller Blüte.

Wühlt demnächst im schmierigen Polit-Morast: Paul Thomas Anderson Bild: Senator

Paul Thomas Anderson, von Arthouse-Kinogängern als Regisseur von „Magnolia“ oder zuletzt „Punch-Drunk Love“ geschätzt, wird sich selbst untreu. Erstmals in seiner noch jungen Karriere adaptiert der kreative Kopf eine Geschichte - normalerweise greift er selbst zur Feder und lässt im Zuge dessen Frösche erst seiner Phantasie entspringen und dann vom Himmel fallen.

„Oil!“ heißt das Buch, dass Anderson nun zu seinem neuen Film inspiriert hat. Geschrieben wurde es 1927 von Pulitzer-Preisträger Upton Sinclair: Für ihn und andere sozialkritische Autoren prägte US-Präsident Theodore Rossevelt einst den Begriff des „Muckrackers“ - des „Schmutzaufwühlers“, oder, freundlicher ausgedrückt: des Enthüllungsjournalisten.

Öl im Fegefeuer der Eitelkeiten

Neben einigen anderen Werken sorgte auch „Oil!“ - deutschen Lesern unter dem Titel „Petroleum“ bekannt - für Unmut in den damaligen Regierungskreisen: Thematisiert werden die skandalösen Machenschaften der Politiker in dem schmierigen, aber lukrativen Geschäft. Des weiteren geht es um Bestechung, Klassenunterschiede und internationale Rivalitäten.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein unabhängiger Ölförderer - Gerüchten zufolge ist Daniel Day-Lewis für diese Rolle im Gespräch. Ihm zur Seite werden ein rebellischer Sohn gestellt, eine Handvoll Senatoren, dazu kleine Investoren wie auch Ölmagnaten, schließlich ein Hollywood-Star und ein Evangelist auf Kreuzzug. Klingt ganz, als wären Upton und Anderson Brüder im Geiste.

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