James Bond will Q zurück

Bond-Fans strömen seit Wochen in die Kinos, um den Agenten im Dienste Ihrer Majestät in “Ein Quantum Trost” böse Buben jagen zu sehen. Doch bei so manchem Zuschauer kommt das neueste Leinwand-Abenteuer des Spions nicht allzu gut an.

Daniel Craig hat konkrete Vorstellungen, wie der 23. Bond-Film aussehen soll Bild: Sony Pictures

Der Grund: Vielen eingefleischten Fans fehlen in “Ein Quantum Trost” typische Bond-Elemente wie heiße Liebesszenen, der trockene Humor oder verrückte technische Spielereien. Übrig geblieben ist eine rasante Rachegeschichte, die zwar spannend und actionreich ist, das Etikett “Bond” aber nicht wirklich verdient.

Hauptdarsteller Daniel Craig schließt sich der Kritik an. Er fordert mehr Sex für seinen nächsten Auftritt als Superagent und hofft auf die Rückkehr einer beliebten Figur aus dem Bond-Kosmos. “Wir sollten Q wiederbeleben und die Rolle einem tollen Schauspieler geben”, so Craig. “Aber wir brauchen eine gute Geschichte. Wenn Bond bloß in den Keller geht und da sitzt dann Q mit explodierenden Bananen – das würde nicht funktionieren.”

Kleines Spielzeug gefällig?

Q ist der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des englischen Geheimdienstes. Er stattet Bond mit allerlei technischem Schnickschnack aus wie einer mobilen Mini-Kamera (“Moonraker“) oder einer Armbanduhr mit Funkgerät (“In tödlicher Mission“). In 17 Filmen wurde die Figur von Desmond Llewelyn gespielt, nach dessen Tod 1999 übernahm John Cleese.

Als die Bond-Reihe 2006 mit “Casino Royale” eine neue Richtung einschlug, war für den emsigen Tüftler kein Platz mehr. Das soll sich nach Craigs Willen nun ändern: “Q ist bisher brillant und mit wundervollem Humor gespielt worden. Wir müssen einen Weg finden, Q zurückzubringen. Wir schulden es der Serie!”

Kommentare