Hitler-Satire für George und Schilling

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Wie wurde aus einem Anwärter für die Wiener Kunstakademie das Monster Hitler?

Drehen bald in Wien: Götz George und Tom Schilling Bild: WDR, Constantin

In „Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“ setzte Dani Levy den ausgepowerten Diktator subversiv in Szene. Nun folgt mit „Mein Kampf“ eine Satire über die Zeit, in der Hitler noch ein Bettelstudent voller Komplexe war. Schon Ende 2006 stand der Schweizer Urs Odermatt als Regisseur fest, aber erst jetzt haben mit Tom Schilling und Götz George die beiden Hauptdarsteller unterschrieben.

Schilling übernimmt in „Mein Kampf“ die Rolle des jungen Hitler, der in einem Obdachlosenheim landet, nachdem er sich vergeblich an der Wiener Akademie der Bildenen Künste beworben hat. Götz George wird den Juden Schlomo Herzl spielen, mit dem sich Hitler anfreundet.

Vom Freund zum Feind

Die Vorlage zu „Mein Kampf“ bildet das gleichnamige Theaterstück von George Tabori. Tabori, der selbst Jude war und dessen Vater in Auschwitz gestorben ist, hat darin Fakten und Fiktion zu einer raffinierten Farce verwoben. Hitler ist ein Jammerlappen und der Jude Herzl ist es, der ihm seinen Schnauzer verpasst, zum Titel für sein späteres Buch inspiriert und dem Landei rät, in die Politik zu gehen.

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Historiker gehen davon aus, dass die Zeit, in der Hitler als Künstler scheiterte, ausschlaggebend für sein antisemitisches Weltbild war. In Taboris „Mein Kampf“ gibt Hitler schließlich auch Kumpel Herzl die Schuld für die Ablehnung an der Akademie und sieht darineine Verschwörung der Juden…

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