Dagmar Knöpfel

Producerin • Regisseurin • Drehbuchautorin • Cutterin
Dagmar Knöpfel Poster

Leben & Werk

Deutsche Regisseurin, Autorin, Produzentin und Cutterin, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf literarische Stoffe legt und sich um bekannte wie relativ unbekannte Texte und Autoren verdient machte. Dagmar Knöpfel adaptierte Adalbert Stifter („Brigitta“), wagte Blicke in die Zeit der deutschen Romantik („Requiem für eine romantische Frau„) und verfilmte mit Corinna Harfouch die letzten Lebenstage der tschechischen Schriftstellerin Bozena Nemcová („Aus dieser Nacht sehe ich keinen enzigen Stern“). In getragenem Rhythmus gefilmt, stellen sich die Filme in den Dienst der Literatur.

Dagmar Knöpfel wurde 1956 in Heilbronn geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie in München und schloss mit dem M.A. (Magister Artium) ab. Danach studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und arbeitete während dieser Zeit als Cutterin, Regieassistentin und Autorin fürs Fernsehen. 1993/94 ist sie für ihren in Ungarn gedrehten ersten Spielfilm als Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin und Cutterin in Personalunion verantwortlich: „Brigitta“ basiert auf Adalbert Stifters gleichnamiger Novelle und erzählt ein Liebesdrama aus der Puzsta, gesehen aus der Perspektive eines Malers. Danach inszeniert Knöpfel Episoden der populären Daily Soap (Telenovela) „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ).

Mit dem Hessischen Filmpreis wird 2000 ihr Spielfilm „Requiem für eine romantische Frau“ ausgezeichnet, dessen Drehbuch sie gemeinsam mit dem Literaten Hans-Magnus Enzensberger verfasst. Das Liebesdrama basiert auf der im Jahre 1807 spielenden Liebesbeziehung des Dichters Clemens Brentano (Sylvester Groth), der sich in die bürgerliche Auguste Bußmann verliebt, die von ihrer Familie verstoßen wird. In parallelen Szenen greift Knöpfel den Kreis der Romantiker um Achim und Bettina von Arnim auf.

„Aus dieser Nacht sehe ich keinen einzigen Stern“ (2005) schildert die letzten Tage von Bozena Nemcová (1820-1862), von Franz Kafka verehrte tschechische Schriftstellerin („Großmutter“), die als früh emanzipierte Frau in einer Reihe mit Autorinnen wie Virginia Woolf, Sylvia Plath oder Brigitte Reimann steht. Corinna Harfouch spielt Nemcová, die an ihren Briefen (auf denen der Film basiert) arbeitet und an Unterleibkrebs stirbt.

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