Leben & Werk

Seine Hommage an den Film noir, der Polizeithriller „L.A. Confidential“ (1997), gehört mit Roman Polanskis „Chinatown“ (1974) zu den besten Kriminalfilmen aller Zeiten. „L.A. Confidential“ wurde mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (Brian Helgeland und Curtis Hanson, nach James Ellroys Roman), dem Oscar für die beste weibliche Nebenrolle (Kim Basinger), mit dem Golden Globe für die beste weibliche Nebenrolle (Basinger) und von den vier wichtigsten amerikanischen Kritikerverbänden als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Curtis Hansons Verbeugung vor den Filmen der „Schwarzen Serie“ glänzt mit einem Starensemble (Kevin Spacey, Russell Crowe, Kim Basinger, David Strathairn und Danny de Vito) und wurde aus dem Stand ein Klassiker.

Regisseur Curtis Hanson wurde 1945 in Reno, Nevada, geboren, war Chefredakteur einer Filmzeitschrift und schrieb Drehbücher für Samuel Fuller („White Dog“), Daryl Duke („G“) und Carroll Ballard („Wenn die Wölfe heulen“), bevor er als Regisseur debütierte. Der Teenie-Film „Der Aufreißer von der Highschool“ (1983) blieb unbeachtet, der an Hitchcock orientierte Thriller „Das Schlafzimmerfenster“ (mit Isabelle Huppert, Steve Guttenberg und Elizabeth MacGovern) fiel der Kritik auf. 1992 stellte sich dann mit dem Psycho-Thriller „Die Hand an der Wiege„, in dem Rebecca de Mornay ein Kindermädchen spielt, das den Haushalt eines gutbürgerlichen Ehepaares terrorisiert und zur Mordfurie wird, der Erfolg ein. Der Abenteuerfilm „Am wilden Fluss“, in dem eine Familie auf Wochenendurlaub zwei Verbrecher über die Stromschnellen eines Wildwasserflusses bringen muss, zeigte die Charakterschauspielerin Meryl Streep in einer souverän beherrschten Action-Rolle.

Drei Jahre nach „L.A. Confidental begab sich Hanson mit der Midlife-Crisis-Humoreske „Die Wonder Boys“ erstmals in Komödien-Gefilde und präsentierte Michael Douglas als Schriftsteller und Professor, der gemeinsam mit seinem eigenwilligen Studenten (Tobey Maguire) eine Reihe von bizarren und tragikomischen Situationen durchleben darf. Im Anschluss verhalf Hanson Rapstar Eminem mit „8 Mile“, der lose auf dem Leben des Hauptdarstellers beruht, zu einem durchschlagenden Leinwanderfolg: Mit der Hilfe von Boxring-Symbolik wird der Aufstieg des weißen Rappers Jimmy „Rabbit“ Smith erzählt, der es trotz aller Hindernisse in einer von Afroamerikanern dominierten Branche schaffen will. Mit der Rolle der alkoholabhängigen Mutter Rabbits bot Hanson Kim Basinger eine weitere außergewöhnliche Rolle.

Nachdem er zwischenzeitlich als Darsteller in Spike Jonzes „Adaption“ den Ehemann von Meryl Streep gespielt hatte, überraschte Hanson einmal mehr - mit einer auf das weibliche Mainstream-Publikum zugeschnittenen Hochglanz-Soap-Opera: „In den Schuhen meiner Schwester“, Verfilmung eines Bestsellers von Jennifer Weiner, verfolgte den Wandel von Cameron Diaz‘ egozentrisch-dümmlichen Partygirl zur verantwortungsvollen Frau.

Zu Hansons Vorbildern gehörten die Regisseure Sam Fuller, Don Siegel und John Cassavetes.

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