Curd Jürgens

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
Curd Jürgens Poster
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Leben & Werk

Der „normannische Kleiderschrank“, wie Brigitte Bardot den 1,93 Meter großen, blonden und blauäugigen Jürgens nannte, war wie geschaffen für die Rolle des charmanten Liebhabers aber auch des unterkühlten Erfolgsmenschen. Seinen internationalen Durchbruch hatte der Wahlösterreicher deutscher Herkunft mit der Hauptrolle in „Des Teufels General“ (1954). Unvergesslich machte ihn auch die Rolle des Karl Stromberg, Gegenspieler von James Bond, in „Der Spion, der mich liebte“ (1977). Curd Jürgens gehört zu den wenigen deutschstämmigen Schauspielern, die auch in England, Frankreich und Amerika Erfolge feiern konnten.

Als Sohn eines Hamburger Exportkaufmanns und einer Südfranzösin wurde Curd Jürgens 1915 in München-Solln geboren. Er wuchs zweisprachig auf. 1945 wurde er österreichischer Staatsbürger. Später hatte er neben Wien noch weitere Wohnsitze in der Schweiz, in Frankreich und auf den Bahamas. Nach der Schule arbeitete er als Journalist und nahm Schauspielunterricht. Er spielte Theater und erhielt 1935 seine erste Filmrolle in „Königswalzer“. Im Laufe der Jahre wirkte Jürgens darstellerisch an etwa 160 Filmen mit, ohne großen Erfolg betätigte er sich als Drehbuchautor und Regisseur und er arbeitete als Theaterintendant. Das Image des Frauenhelden pflegte Jürgens auch im wirklichen Leben: Er heiratete fünfmal. Curd Jürgens starb 1982 in Wien und wurde auf dem dortigen Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.

Am Anfang seiner Karriere standen Filme wie „Frauen sind keine Engel“ (1943), „Wiener Mädeln“ (1944) und „Meines Vaters Pferde“ (1953). Ab Mitte der 50er-Jahre gelang Jürgens der Durchbruch auch im nicht deutschsprachigen Raum. In „Und immer lockt das Weib“ (1956) spielte er an der Seite von Brigitte Bardot, in „Duell im Atlantik“ (1957) stand er neben Robert Mitchum vor der Kamera und „Die Herberge zur 6. Glückseligkeit“ (1958) brachte ihn mit Ingrid Bergman auf die Leinwand. Weitere bemerkenswerte Filme waren „Der Schinderhannes“ (1958) mit Maria Schell, „Der längste Tag“ (1962), „Die Dreigroschenoper“ (1962) und „Luftschlacht um England“ (1969). Zu seinen letzten Filmen zählen „Steiner – Das eiserne Kreuz, 2. Teil“ (1979) und „Teheran 43“ (1981), in dem er neben Alain Delon zu sehen war.

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