Leben & Werk

Der US-amerikanische Rapper und Schauspieler Coolio wird unter dem bürgerlichen Namen Artis Ivey am 1. August 1963 in Pennsylvania geboren, wächst jedoch im kalifornischen Compton, Los Angeles County, auf. Während einer harten Kindheit lernt er im Pelton Power Program for Kids lesen und schreiben, einer von dem texanischen Jazzmusiker Aaron Pelton ins Leben gerufenen Organisation. Nach dem Abschluss der High School beginnt Coolio zu rappen und startet eine Karriere als Musiker. Es erscheint zwar eine frühe Single („Watcha Gonna Do“), doch setzt eine schwere Crack-Abhängigkeit der Laufbahn ein vorzeitiges Ende - in der schwarzen Rap-Szene in den USA durchaus nichts Ungewöhnliches. Coolio überlebt den Drogensumpf. Nach dem Entzug arbeitet er eine Zeit lang als Feuerwehrmann, um auch mental von der Droge loszukommen. Im Jahr 1994 ist der Rapper dann wieder auf Bühne und Platte präsent: Das Debüt-Album „It Takes A Thief“ enthält auch den Titel „Fantastic Voyage„, der zu einem Riesenhit in den Vereinigten Staaten wird. Zur Melodie von Stevie Wonders Song „Pastime Paradise“ (von dessen ’76er Album-Klassiker „Songs In The Key Of Life“) rappt Coolio wenig später einen neuen Text, in dem er das Dasein der so genannten Gangsta-Rapper beschreibt: „Gangsta’s Paradise“. Coolios Plattenfirma Tommy Boy Records zweifelt zunächst an der Chart-Tauglichkeit der Nummer. Der Track findet jedoch Aufnahme in den Soundtrack zum Film „Dangerous Minds“ und entwickelt sich 1995/1996 zu einem Nummer-eins-Hit in den Staaten und Großbritannien, wo „Gangsta’s Paradise“ zur ersten Rap-Single wird, die sich über eine Million Mal verkauft. Mit 2,5 Millionen Einheiten ist der Song darüber hinaus in Deutschland die meistverkaufte HipHop-Single aller Zeiten. Weird Al Yankovic parodiert den Hit als „Amish Paradise“, was zu Differenzen mit der Plattenfirma und dem Künstler selbst führt. Das 1996 veröffentlichte Album „Gangsta’s Paradise“ gerät ebenfalls zu einem großen Erfolg. Im selben Jahr noch erhält Coolio einen Grammy-Award für die „Best Rap Solo Performance“; es folgen der American Music Award, drei MTV Awards und ein World Music Award. Coolios drittes Album, „My Soul“ (1997), hingegen bleibt vergleichsweise erfolglos. Bald macht der Gangsta-Rapper selbst als Krimineller Schlagzeilen: In Böblingen wird er wegen Ladendiebstahls und Körperverletzung verhaftet, in seiner Heimat Kalifornien wegen Fahrens ohne Führerschein, Waffen- und Marihuanabesitzes. Es kommt zum Karriereknick und zur Trennung von Tommy Boy. Coolio gründet sein eigenes Plattenlabel, Crowbar Records, wo 2002 das lange erwartete vierte Album „El Cool Magnifico“ erscheint. 2004 versucht er über eine Teilnahme in der ProSieben-Show „Comeback Show“ wieder einen Plattenvertrag zu bekommen, bleibt als Drittplatzierter jedoch hinter Smokie-Sänger Chris Norman zurück. Macht aber nichts: Weltweit wurden rund 35 Millionen Tonträger von Coolio verkauft. Er lebt mit seinen sechs Kindern heute in Los Angeles.

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