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Leben & Werk

Französische Filmschauspielerin. Apart, eigenwillig, kapriziös und auf spannende Art widersprüchlich in ihren Filmrollen, gehörte die brünette Clotilde Courau in den 90er-Jahren („Der kleine Gangster„, „Elisa“, „Der Lockvogel„) zu den jungen Hoffnungen und Lieblingen des französischen Films, wurde mehrfach ausgezeichnet, feierte mit dem Musical „Irma La Douce“ Triumphe auf der Bühne und 2003 eine spektakuläre Hochzeit mit dem italienischen Erbprinzen Emanuele Filiberto von Savoyen. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie ihre Filmkarriere wieder auf mit der Rolle der Mutter von Edith Piaf (Marion Cotillard) in „La vie en rose“ (2007), wo sie sich in Belleville 1918 als bettelarme Straßensängerin Anetta Gassion durchschlägt, die kränkelnde Tochter abgibt und verlässt.

Clotilde Marie Pascale Courau wurde 1969 in Levallois Perret, Département Haute Seine, geboren und verließ mit sechzehn Jahren das Gymnasium, um Schauspielerin zu werden. Sie schlug sich während der Ausbildung an mehreren Schauspielschulen in Paris als Zigarettendreherin, Kellnerin und Friseurgehilfin durch und schaffte den Sprung auf die Bühne, wo sie von Jacques Doillon entdeckt wurde, der ihr ihre erste Filmrolle als „Schwester“ in „Der kleine Gangster“ gab. Als Beste Schauspielerin des Jahres 1991 mit dem damals noch Felix genannten Europäischen Filmpreis ausgezeichnet und für den César nominiert, erhielt sie auf der Stelle eine Einladung nach Hollywood, wo sie in Paul Mazurskys Komödie „Stage Fright - Eine Gurke erobert Hollywood“ (1993) spielte, das Land fluchtartig verlies und ein Gastspiel in Deutschland als Klaus J. Behrendts Geliebte in „Polski Crash“ gab. 1995 landete sie wieder in Frankreich mit dem Doppelschlag „Elisa“ (Jean Becker) und „Der Lockvogel“ (Bertrand Tavernier) als beste Freundin der Hauptdarstellerinnen (Vanessa Paradis, Marie Gillan) Publikumserfolge und wurde in zwei Kategorien für den César nominiert.

In den folgenden Jahren spielte Courau in verschiedensten Genres, Romanzen wie „Marthe“ (1997), schwarzen Komödien wie „Le Poulpe“ (1998), Kriminalfilmen wie „Fred“ (1996, mit Vincent Lindon), Erotik-Komödien wie „Die Sache mit dem Sex & der Liebe“ (1999), Thrillern wie „Exit“ (2000) und „Deterrence“ (1999), Psychothrillern wie „Haus der dunklen Wünsche“ (2000) und dem Horrorfilm „Deep in the Woods“ (2000), der als erste französische Slasher-Produktion in die Filmgeschichte einging.

In den Jahren 2000/01 feierte Courau Triumphe mit dem Musical „Irma La Douce“, mit dem sie durch Frankreich tourte und sich vom Kino entfernte. 2002 kehrte sie mit vier Filmen, darunter „Mon idole“ von Guillaume Canet, zurück und verlies das Kino erneut, um 2003 Emanuele Filiberto, Erbprinz von Savoyen und italienischer Thronfolger, zu heiraten (Sollte Italien wieder Monarchie werden, wäre Courau rechtmäßige Königin). Sie hat zwei Töchter. Auf ihrer Website findet sich die eigene, auf alten Adel zurück gehende Ahnentafel.

Clotilde Courau gehörte 1998 zu den European Shooting Stars. Sie wurde 1995 mit dem Prix Suzanne-Bianchetti und 2000 mit dem Prix Romy Schneider ausgezeichnet.

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