Claude-Oliver Rudolph

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Er ist der Mann fürs Grobe. Claude-Oliver Rudolph scheint beruflich auf die Schurken- und Ganoven-Rollen abonniert und pflegt auch privat ausgiebig sein Macho- und Bad-Boy-Image. Bekannt aus Filmen wie „Das Boot“ oder der Wedel-Serie „Der König von St. Pauli“ ergatterte der ewige Film-Bösewicht mit dem vernarbten Gesicht sogar eine Rolle im Kino-Blockbuster „James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug“ (1999) an der Seite von Pierce Brosnan.

Claude-Oliver Rudolph wurde am 30. November 1956 als Sohn eines wohlhabenden Pelzgroßhändlers in Frankfurt am Main geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er bei seiner Großmutter nahe Montpellier in Frankreich. Später zog er zurück zu seinen Eltern, die inzwischen in Bochum lebten und besuchte dort das Gymnasium. Bereits als Fünfzehnjähriger interessierte er sich für den Film, drehte selbst Schmalfilme und wollte Regisseur werden. Gleichzeitig lernte der als kränklich und schwächlich geltende Junge Selbstverteidigung und Judo, weil er sich von seinen Mitschülern schikaniert fühlte. Das Abitur bestand Rudolph als einer der besten seines Jahrgangs, danach studierte er einige Semester Psychologie, Philosophie und Romanistik an der Ruhr-Universität in Bochum. Erste Bühnenerfahrungen sammelte Claude-Oliver Rudolph am Schauspielhaus Bochum. Regie-Größen wie Peter Zadek, Werner Schroeter und Rainer Werner Fassbinder entdeckten und förderten das Nachwuchstalent. Außerdem traf Rudolph in Bochum den berühmten amerikanischen Schauspiellehrer Lee Strasberg und besuchte sein Seminar. Bis Anfang der 80er-Jahre hatte Rudolph Engagements an der Berliner Volksbühne, dem Frankfurter Theater am Turm, der Alten Oper Frankfurt und dem Münchner Prinzregententheater. 1981 war er in Wolfgang Petersens Kino-Erfolg „Das Boot“ zu sehen. 1988 spielte er in Joseph Vilsmaiers Heimatdrama „Herbstmilch“ den NSDAP-Kreisleiter. Überwiegend arbeitete Rudolph jedoch für das Fernsehen. Hier ist er seit rund 30 Jahren Dauergast in den deutschen Krimiserien von „Derrick“ über „Der Alte“ bis „Tatort“. 1983 glänzte er in einer Hauptrolle der Ruhrpott-Saga „Rote Erde“ von Klaus Emmerich. 1996 war Rudolph in Dieter Wedels TV-Fünfteiler „Der Schattenmann“ zu sehen. 1997 besetzte ihn der Regisseur erneut. In Wedels Sechsteiler „Der König von St. Pauli“ spielte Rudolph den Chinesen-Fiete. Hollywood-Luft schnupperte der deutsche Fiesling vom Dienst anschließend im „James Bond“-Film „Die Welt ist nicht genug“ (1999), wo er als durch geknallter Colonel Akakievich einen kurzen Auftritt hatte. Außerdem kennen ihn die Kinozuschauer als die Synchronstimme von Mickey Rourke in dem Film „The Wrestler“ (2008). Daneben arbeitet Rudolph als Produzent und Regisseur und veröffentlichte den Fitnessratgeber „Mein Powerprogramm für echte Männer“.

1984 heiratete Claude-Oliver Rudolph die Schauspielerin Sabine von Maydell. Mit ihr hat er die Tochter Oona-Lea und den Sohn Davide-Lino, ein weiterer Sohn stammt aus einer kurzen Affäre. Seit 2004 lebt Rudolph von seiner Frau getrennt.

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