Claude Lelouch

Schauspieler • Producer • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann
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Leben & Werk

Liebesgeschichten in anspruchsvoller, formal eleganter und mit Weichzeichnereffekten durchsetzter Werbeästhetik sind das Markenzeichen des französischen Regisseurs Claude Lelouch. So gewann „Ein Mann und eine Frau“ 1966 die „Goldene Palme“ in Cannes und den „Oscar“ für den besten ausländischen Film und für das beste Drehbuch (Lelouch und Pierre Uytterhoven). Francis Lais „Dabadabada“-Musikthema wurde ein dauerhafter Welthit, Erkennungsmelodie für französische Liebesfilme; die Hauptdarsteller Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimée machten international Karriere. Claude Lelouch wurde 1937 in Paris geboren, mit seiner Mutter für drei Monate in das KZ Dachau verschleppt, studierte ohne Abschluss in Paris und verdiente sich nach dem Wehrdienst mit Dokumentar- und Werbefilmen sowie über 250 Musikfilmen für Jukeboxen seinen Unterhalt. Bereits 1960 gründete Lelouch die Produktionsfirma „Les Films 13“, die alle seine Spielfilme, einschließlich des erfolglosen Debütfilms, produzierte und zeitweise einen eigenen Verleih aufbaute. Lelouchs Filme waren fast vierzig Jahre lang stabil erfolgreich und variierten das Thema der romantischen Liebe und der verrückten Liebesbeziehungen in immer neuen, erstaunlichen Variationen. Viele französische Schauspieler wie Jean-Paul Belmondo („Der Löwe“), Annie Girardot („Der Mann, der mir gefällt“), Jean-Louis Trintignant („Voyou – Der Gauner“), Michel Piccoli („Es lebe das Leben“), Catherine Deneuve („Ein Hauch von Zärtlichkeit“), Serge Reggiani und Michèle Morgan („Eine Katze jagt die Maus„) oder Lino Ventura und Françoise Fabian (in der originellen Gaunergeschichte „Ein glückliches Jahr„) fanden unter Lelouchs Regie ihre dankbarsten Rollen. Der lange von den Cineasten der einflussreichen „Cahiers du Cinéma“ wegen seiner „Glätte“ geschmähte Lelouch erhielt aus Anlass seines Episodenfilms „So sind die Tage und der Mond“ (1990), der Robert Altmans „Short Cuts“ (1993) gleichzustellen ist, ihre Anerkennung. Seine Victor-Hugo-Verfilmung „Les misérables“ (1994, mit Belmondo) ist die einzige Adaption des mehrfach verfilmten Romans, die ihn in die Gegenwart transponiert.

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