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Grosses Kino, kleine Brötchen

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Christopher Lee Poster
© Buena Vista, UIP

Es begann mit einem Giganten, und mit einem Giganten hört es auch wieder auf: ein Milliardär mit einem Faible für weibliche Filmstars und ein Riesenaffe mit ähnlicher Leidenschaft bilden den Rahmen für ein durchwachsenes Kinojahr.

Kino-Giganten: Howard Hughes (Leonardo DiCaprio) und King Kong (Andy Serkis) Bild: Buena Vista, UIP

Erwartungsgemäß bekam Hollywoods meistgehasster Regisseur Martin Scorsese für „Aviator“ keinen Oscar - und King Kongs Sturz vom Empire State Building war vielleicht in Wirklichkeit Selbstmord. Jemand hat ihm gesagt, er müsse dieses Kinojahr retten - dann doch lieber ein paar Dinos den Schädel einschlagen, das scheint machbarer.

Bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fehlen in Deutschlands Kinokassen. Liegt es an den vielen DVDs, die die Leute haben, oder am Geld für die Kinokarte, das sie nicht haben. Oder vielleicht am Programm, das Woche für Woche als Kino-Event angepriesen wurde, aber oft doch nur Dutzendware war.

Blieben auf der Strecke: Lindsey Lohan und Käfer Herbie Bild: Buena Vista

Auf Magic Harry ist Verlass

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Ein stotternder Käfer, ein vollschlanker Einzelkämpfer und ein saftloser Callboy sind nur drei Beispiele. Kong, der dann schließlich zum Jahresende das wuchtige Film-Event brachte, sollte es also richten. Da sprang er lieber in den Tod.

Und niemand hätte sich wundern dürfen, wenn sich auch der junge Harry mit dem Zauberstab entleibt hätte - aber wenigstens er konnte gewohnt zuverlässig ein Millionenpublikum verzaubern.

3x Smith = 2 Kinohits

Bekam für seinen "Ray" den Oscar: Jamie Foxx Bild: UIP

2005 gab es auch Filme, die viel größer waren, als ihr Budget es vermuten ließ: In „Ray“ bewies Jamie Foxx jede Menge Soul, Clint Eastwoods Hollywood-Understatement „Million Dollar Baby“ war jeden Cent des Kinotickets wert und „Sideways“ ein prächtiger Schluck aus der Kinopulle.

Geiz ist ja geil, aber so blöd kann man nicht sein, bei solchen Filmen auf die DVD zu warten. Gilt natürlich auch fürs „große Kino“, wenn man Hits wie „Hitch“ und „Mr. & Mrs. Smith“ meint.

Die wahren Fantastic Four: Guerilla-Pinguine aus Madagascar Bild: UIP

Superhelden mit kleinen Schwächen

Gegen diese Superstars wurden Superhelden in die Schlacht ums Publikum geschickt. Leider waren ihre Muskeln mit Computeranimationen dort gedopt, wo eine gute Story mehr Kraft gehabt hätte.

So schlugen ein depressiver Batman, eine abstruse Elektra und irgendwie so gar nicht Fantastische Vier (das wahre Superheldenquartett bildeten die Pinguine aus „Madagascar„) hart auf. Deutschland schickte „Siegfried“ ins Rennen. Sagenhaft, boah! Vielleicht hatte der Film ja eine verwundbare Stelle, die nicht mit Werbung eingerieben war.

Der beste Bond geht in Pension

… and the licence to kill goes to: Daniel Craig! Bild: Sony Pictures

Spannung gab’s das ganze Jahr mit der Frage, wer denn der nächste Bond sein wird. Eric Bana, Clive Owen, Michael Ballack? Daniel Craig also. „Den kennt doch keiner!“ empörte sich „Bild“. Nun ja, während Craig schon mit Spielberg drehte, konnten einige seiner Vorgänger bestenfalls mit Karrieren als Bademeister (Connery) oder Dressman (Lazenby) aufwarten, bevor sie den Job im Auftrag Ihrer Majestät kriegten.

Die traurige Meldung zum Thema Bond: 2005 war das Jahr, in dem Sean Connery seinen Abschied vom Film erklärte.

Sollen Kinogeschichte schreiben: "Die Chroniken von Narnia" Bild: Buena Vista

Prima Finale der größten Kinoserie

‚Röchel zum Abschied leise Servus‘ hieß es auch bei der größten Filmserie aller Zeiten. Dass Natalie Portman in „Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith“ als schwangere Heulboje dreist unterfordert war, mag man George Lucas verzeihen. Er hat die Fans der weltfettesten Franchise, wie man Serien in Marketingkreisen lustvoll bezeichnet, für die überschaubar erzählten Episoden I und II mehr als versöhnt.

Die Chroniken von Narnia“ sollen jetzt für Franchise-Milliarden sorgen. Könnte klappen, aber nur, wenn die folgenden Teile nicht ganz so wirken wie eine kühle, akkurate Auftragsarbeit, so etwas wie „Der Herr der Ringe“ abzuliefern.

Gutes Jahr für die Jackson-Familie

"Aragorn" Viggo Mortensen als Papi mit tödlichen Qualitäten Bild: Warner

Apropos: Was trieb eigentlich die Gemeinschaft des Rings im Jahr nach der Rückkehr des Königs?

Viggo Mortensen

Andy Serkis

Beeindruckend: Julia Jentsch und Alexander Held in Sophie Scholl - Die letzten Tage" Bild: X Verleih

Bully, komm‘ bald wieder …

Was wir vom deutschen Film halten, hat den Machern dagegen sehr gefallen: Ob „Sophie Scholl“ oder „Barfuß„, „Alles auf Zucker!“ oder „Die weiße Massai„: Der Trend der letzten Jahre, Kino made in Germany zu machen und trotzdem erfolgreich zu sein, setzte sich fort.

Gefehlt hat uns 2005 dennoch ein „Bully“ und auch eine satte Bernd Eichinger-Produktion vom Kaliber „Der Untergang“ hätte gut getan. Beide bekommen wir im nächsten Jahr mit „Hui Buh, das Schlossgespenst“ und „Das Parfum„.

Die Top-Filme

Heiß begehrt: » Die Erfolge

 

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Abgestraft: » Die Misserfolge

Ein bisschen Hoffnung für die Branche, die Voodoo-Nadeln in Beckenbauerpüppchen rammt, wenn sie an den nächsten Sommer denkt. Die wahren Blockbuster werden in den Fußballstadien aufgeführt, wird befürchtet, dabei weiß doch jeder Kinofan: Nach dem Spiel ist vor dem Film und der dauert länger als 90 Minuten.

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