Christopher Guest

Schauspieler • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Anglo-amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Autor, Komponist und Musiker, der sich mit „Mockumentarys“ (Fake-Dokumentationen) einen Namen machte. Guest nutzt die Form des Dokumentarischen, um satirisch, parodistisch, ironisch und ungeheuer witzig Elemente des American Way of Life und der Pop-Kultur in ihrem hohlen Schein zu entlarven. Dazu gehören Heavy Metal, Kleinstadttheater, Hundeshows, Folk Music und Provinzschauspieler, die nach Ruhm gieren. Guests erste Schein-Doku entstand in Zusammenarbeit mit Regisseur Rob Reiner und den Co-Darstellern Michael McKean und Harry Shearer, mit denen er 1984 in „This is Spinal Tap“ die fiktive Heavy-Metal-Band Spinal Tap zum Leben erweckte. Der Film erwies sich als Sleeper, Guest wurde als Lead-Gitarrist Nigel, der stolz auf die Verstärker ist („They Go to Eleven!“), so populär, dass zwei Sequels entstanden.

In eigener Regie inszenierte Guest fünf Spielfilme und Mockumentarys. Der Hollywood-Satire „The Big Picture“ (1996, mit Kevin Bacon) folgte 1996 mit „Waiting for Guffman“ ein bissiger Blick auf ein Kleinstadttheater, wo Schauspieler gecastet werden. In „Best in Show“ (2000) geht es um Kämpfe und Chaos bei Hundeshows, und in „A Mighty Wind“ (2003) um die Katastrophen, die das Reunion-Konzert einer sendungsbewussten 60er Jahre Folk-Musik-Gruppe begleiten. In „For Your Consideration“ (2006) arbeiten drei Schauspieler (Harry Shearer, Catherine 0’Hara, Parker Posey) an einem Independent-Film. Als das Gerücht kursiert, sie könnten für einen Filmpreis nominiert werden, geht es in der Produktion drünter und drüber. Seit „Waiting for Guffman“ entstanden Guests Drehbücher in Zusammenarbeit mit Eugene Levy, („American Pie“), der auch als Darsteller mitwirkt. Guest setzt häufig die Schauspieler Jennifer Coolidge („American Pie“) und Bob Balaban ein.

Christopher Guest wurde 1948 in New York City als Sohn eines britischen Lords und einer amerikanischen Mutter geboren. Nach dem Tod des Vaters 1996 konnte er sich Christopher Haden-Guest, 5th Lord of Saling (in der Grafschaft Essex) nennen. Guest studierte an der New York High School of Arts and Music und am Bard College Theaterwissenschaft und debütierte 192 in einer kleinen Rolle als Polizist in der Gauenerkomödie „Vier schräge Vögel“ (mit Robert Redford). Sein komödiantisches Talent führte ihn zum Fernsehen, wo er zwischen 1984 und 1995 Stammgast der NBC-Show „Saturday Night Live“ war, wo die Spinal-Tap-Band weiterlebte. 1987 war er in Rob Reiner Fantasy-Komödie „Die Braut des Prinzen“ der Graf mit den sechs Fingern. Zu Guests komödiantischen Vorbildern gehört der britische Schauspieler Peter Sellers („Der rosarote Panther“). Guest trat 2005 als Lord Cromer in Stephen Frears‘ nostalgischer Tragikomödie „Lady Henderson präsentiert“ an der Seite von Dame Judi Dench und Bob Hoskins auf.

Für den Titelsong zu „A Mighty Wind“ wurde Guest 2004 mit dem Grammy ausgezeichnet.

Christopher Guest ist seit 1984 mit der Schauspielerin Jamie Lee Curtis („Halloween“, „True Lies“) verheiratet. Das Paar hat eine Tochter und einen Sohn.

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