Der Ausgang des Referendums hätte kaum knapper sein können - doch über die Hälfte Englands will nun mal raus aus der EU. Für Christoph Waltz ein gewaltiger Fehler. Und einen der Brexit-Aktivisten hat er besonders in Herz geschlossen…

Die Diskussion um das Ausscheiden Englands aus der EU macht natürlich auch vor Filmstars nicht halt – speziell solchen, die aus europäischen Ländern stammen oder dort arbeiten müssen. Einer, der mit seiner Meinung zum Brexit nicht hinter dem Berg hält, ist Christoph Waltz. Der zweifache Oscar-Preisträger und charismatische Gegenspieler Blofeld von 007 in „Spectre“ hat jetzt klare Wort gefunden, zu dem politisch wie gesellschaftlich höchst umstrittenen Prozess:

„Wenn du jemanden an den Rand eines Abgrunds stellst, ist die Chance, dass er hineinfällt, ziemlich groß. Und wenn du egozentrische, sagen wir mal, Kleingeister noch dazu bringst, die Person in den Hintern zu treten – ja, dann wird sie fallen“, erläuterte er jetzt im Interview mit dem Sender Sky. Insgesamt bewertet der Schauspieler mit der deutschen sowie österreichischen Staatsbürgerschaft das Resultat als „verrückt und atemberaubend dumm“.

Kein gutes Haar lässt Waltz vor allem an Nigel Farage – dem frisch zurückgetretenen Vorsitzenden der EU-kritischen Partei Ukip: „Natürlich hat die Oberratte das sinkende Schiff verlassen. Das war unvermeidlich.“ Und weiter führt er aus: „Sie haben versucht, es als heldenhaften Abgang zu verkaufen – aber nein: Es ist das Eingeständnis einer Niederlage. Sie ziehen den Schwanz ein, wie es Ratten nun mal tun, wenn sie das sinkende Schiff verlassen. Die Sauerei aufräumen müssen dann andere – während sie sich in neue, profitable Geschäftsbereiche zurückziehen.“

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