Christoph Hochhäusler

Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Deutscher Regisseur und Drehbuchautor. Mit den Spielfilmen „Milchwald„, „Falscher Bekenner“ und „Unter dir die Stadt“ hat Regisseur und Drehbuchautor Christoph Hochhäusler drei Werke über Einsamkeit, Entfremdung, Ängste, Kälte und die „Vergletscherung der Gefühle“ (Michael Haneke) inszeniert, die ihn als konsequenten Filmautor auszeichnen. Ausgeklügelte Bildsprache, ungewöhnliche Kameraeinstellungen, milchige Farbgebung und sorgfältiges Tondesign vermitteln die Inhalte präzise und ohne viele Dialoge. Zu Tom Tykwers Omnibus-Film „Deutschland 09“ steuerte Hochäusler die letzte Episode „Séance“ bei, eine Meditation über Erinnerung und den Zusammenhang der Bilder. „Milchwald“ feierte 2003 Premiere auf dem Forum der Berlinale, „Falscher Bekenner“ lief 2005 in der Reihe Un certain regard des Festival de Cannes, wo 2010 auch „Unter dir die Stadt“ seine Welturaufführung erlebt.

Christoph Hochhäusler wurde 1972 in München geboren, studierte 1993-1995 Architektur an der TU Berlin und 1996-2002 Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Er arbeitete als Stadtführer, Storyboard-Zeichner und Toncutter (Horrorthriller „Flashback“ mit Valerie Niehaus und Alexandra Neldel). 1997 gründete er mit Studienkollege Benjamin Heisenberg („Der Räuber“) die Filmzeitschrift „Revolver“, deren Mitherausgeber er ist und für die er schreibt. Zwischen 1995 und 2001 inszenierte er fünf Kurzfilme, von denen „Fieber“ 2002 in Oberhausen ausgezeichnet wurde. Mit Heisenberg schrieb er „Milchwald“ (2003), seine Abschlussarbeit an der HFF. In Anlehnung an das Märchen „Hänsel und Gretel“ der Gebrüder Grimm, verfolgt Hochhäusler zwei von der Stiefmutter im polnischen Niemandsland ausgesetzte Kinder, die nach Hause irren, während sie vom Vater, der nichts von der Tat seiner Frau ahnt, gesucht werden.

In „Falscher Bekenner“ (2005) steigert sich ein Jugendlicher ohne Perspektive (Constanton von Jascheroff) in die anonymen Bekenntnisse von Taten, die er nicht begangen hat, wird von der Polizei gesucht und greift schließlich wie erlöst zu einer wirklichen Tat. Wie Jessica Hausners „Lovely Rita“ (2001) trägt der Film Züge absurden Humors. Hochhäuslers Fähigkeit, Stadtlandschaften als Seelenlabyrinthe zu arrangieren spielt auch im Liebesfilm „Unter dir die Stadt“ (2010) eine tragende Rolle. Ein Bankmanager (Robert Hunger-Bühler) geht mit der Frau (Nicolette Krebitz) eines seiner Angestellten (Mark Waschke) ein Verhältnis ein und versetzt den Mann; die Frau erfährt davon und zieht ihre Konsequenzen.

Christoph Hochhäusler arbeitet stets mit Kameramann Bernhard Keller zusammen. (geh)

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