Leben & Werk

Dänischer Regisseur und Drehbuchautor. Christoffer Boe gehört zu den experimentierfreudigen Regisseuren des Landes, der unabhängig von der Dogma-Bewegung Dänemarks selbstreflexive Spielfilme inszeniert, die häufig den Prozess des Filmemachens einbeziehen und mit Raum und Zeit und deren Wahrnehmung und Wirkung arbeiten, um die Beziehungen zwischen Realität und Fiktion zu erforschen. Wie sein schwedischer Kollege Lukas Moodysson („Lilja 4-ever„) versucht Boe, simple dramaturgische Muster zu überwinden. In „Offscreen“ (2006) gibt er dem Schauspieler Nicolas Bro („Adams Äpfel“, „Dark Horse“) seine Digitalkamera und fortan filmt Bro sich selbst, was sich zu einer Obsession ausweitet, die sein Leben zerstört. „Offscreen“ wurde in Venedig 2006 mit dem Premio Cinema Gioventù ausgezeichnet.

Christoffer Boe wurde 1974 in Kopenhagen geboren und studierte Film an der Universität von Kopenhagen, bevor er sich an der dortigen Nationalen Filmhochschule von Dänemark einschrieb und 2001 seinen Abschluss machte. In dieser Zeit entstand eine Kurzfilmtrilogie. Sein Abschlussfilm „Anxiety“ gewann 2001 den Preis des Internationalen Festivals der Filmhochschulen in Poitiers. 2003 entstand Boes visionär verschachtelter Debütfilm „Reconstruction“, der die Affäre eines jungen Mannes (Nikolaj Lie Kaas) mit der Frau (Marie Bonnevie) eines älteren Schriftstellers schildert. Das an die Großstadtfilme von Wong Kar-wai erinnernde Traumspiel gewann die Caméra d’Or in Cannes, den Fipresci-Preis in San Sebastián, den Großen Preis des Filmfestivals Sofia; Boe wurde in Norwegen mit dem Amanda Award als bester Newcomer-Regisseur ausgezeichnet.

In Boes Spielfilm „Allegro“ (2005) kehrt Ulrich Thomsen („Adams Äpfel“, „007 – Die Welt ist nicht genug“) als gefeierter Pianist Zetterström nach Kopenhagen zurück und sieht sich vor den Trümmern seiner Liebe (Filmdebüt des Models Helena Christensen) und seines Lebens.

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