Leben & Werk

Nach dem Schulabschluss am Gymnasium drehte Christian Wagner zusammen mit filminteressierten Freunden und Schulkameraden 1980/81seinen ersten Film, „Der Prophetor“ (Super-8, Länge 60 Minuten).

Es folgte der vergebliche Versuch, an einer Filmhochschule aufgenommen zu werden.

Die Christian Wagner Filmproduktion wurde 1982 bis 1984 mit dem Kinofilm „Eingeschlossen frei zu sein“ zum ersten Mal aktiv. Komplett eigenfinanziert, ohne Beteiligung von Fernsehen oder Förderung wurde diese Low-Budget-Produktion für 25.000 DM in Schwarzweiß und in 16 Millimeter produziert.

Auf der Alpinale in Österreich wurde der Film nicht nur mit dem Preis für den besten sozialkritischen Film ausgezeichnet, sondern auch mit dem Hauptpreis, dem „Goldenen Einhorn“. Anschließend wurde „Eingeschlossen frei zu sein“ auf internationale Festivals in Tokio und Turin eingeladen.

In Deutschland kam der Independent-Film durch den „Der andere Blick“-Filmverleih, eine von Christian Wagner zusammen mit Filmemachern wie Nico Hofmann, Jan Schütte, Werner Penzel, Nico Humbert, Donatello und Fosco Dubini gegründete Verleih-Kooperative, in die Kinos.

Der eigentliche Durchbruch für die Christian Wagner Filmproduktion kam mit „Wallers letzter Gang„, der ersten großen unabhängigen Kinoproduktion. National finanziert über Eigenmittel, TV-Beteiligung und Förderungen, erwies sich der 1,2 Millionen Mark teure Film als großer nationaler wie internationaler Erfolg.

Präsentiert auf nahezu allen Festivals weltweit, mittlerweile in mehr als 15 Länder verkauft, wurde das Werk auf der Berlinale mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet, davor wurde ihm bereits der hochdotierte renommierte Bayerischen Filmpreis im Bereich Produktion verliehen. Nach weiteren Erfolgen mit Bundesfilmpreisen in Gold für Kamera und in Silber für Produktion, wurde „Wallers letzter Gang“ während der Semaine de la Critique in Cannes beinahe mit der Camera d’Or ausgezeichnet und erntete im knappen Abstimmungsergebnis der Jury dann eine spezielle Erwähnung. Der Preis für den besten Erstlingsfilm in Vallodollid sowie der Publikumspreis in Cadiz folgten. Im Rahmen des folgenden europäischen Filmpreises konnte die Christian Wagner Filmproduktion eine Nominierung zum Felix verbuchen.

Das Folgeprojekt „Transatlantis“ wurde von der Christian Wagner Filmproduktion mit einem Produktionsvolumen von 3,8 Millionen DM produziert. Gedreht in sieben Ländern und unter schwierigen Bedingungen in den Alpen und im tibetischen Himalaya realisiert, erfuhr dieser zweite große Kinofilm (in der Hauptrolle der polnische Star D.Olbrychski) seine Uraufführung während der Berliner Filmfestspiele als offizieller deutscher Wettbewerbsbeitrag. Trotz herausragender Bilder und visionärer Geschichte schien die Rezeption dieses Film wesentlich kontroverser - nahezu idealtypisch für das Schicksal deutscher Produktionen im Wettbewerb. Festivals weltweit folgten (u.a. Cannes, Montreal, Singapur und Kasachstan).

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