Die Halbzeit ist mit dem Filmstart am 17. November überschritten und spätestens nach dem siebten „Harry Potter“-Film werden die drei Kids nicht mehr gebraucht. Zumindest nicht mehr für die Rollen, die sie zu Weltruhm und gut gefüllten Konten gebracht haben. Doch haben die Darsteller von Harry, Ron und Hermine danach noch eine Chance als Schauspieler?

Daniel, Emma und Rupert hoffen nicht, dass die Zukunft so schrecklich wird Bild: Warner

Nimmt man sich ein Beispiel an anderen Kinderstars, steht ihnen von der Drogenkarriere bis zum Oscar noch alles offen. Betrachtet man nämlich Drew Barrymore und Macaulay Culkin, die bereits im Grundschulalter als Gertie in „E.T.“ bzw. als „Kevin allein zu Haus“ vor der Kamera standen, sieht die Zukunft erst einmal wenig rosig aus.

Die beiden ehemaligen Kinderstars, die vor allem durch ihr putziges Aussehen von jedermann gemocht wurden, machten schon früh mit Alkohol und Drogen Bekanntschaft und erst als Erwachsene wieder von sich reden. Drew Barrymore glückte das Comeback und ist inzwischen gut im Geschäft, Macaulay Culkin muss momentan jedoch noch seinen jüngeren Brüdern Kieran und Rory bei der florierenden Schauspielkarriere zusehen.

In "E.T." war Drew Barrymore noch ein bezauberndes Kindchen Bild: UIP

Viel zu verlieren

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10 Hollywood-Stars, die für ihre Rolle stark zunehmen mussten

Vielleicht schaffen die drei Hogwarts-Schüler jedoch, durch andere Rollenangebote weiterhin von sich reden zu machen und sich eine filmische Zukunft nach der Zauberreihe aufzubauen. Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson sollten allerdings aufpassen, dass sie sich nicht aus Leichtsinn auf eine billige Produktion einlassen. Immerhin haben sie einen bisher einwandfreien Ruf zu verlieren.

Für Emma stehen die Chancen recht gut, in die Fußstapfen einer Kirsten Dunst oder Christina Ricci zu treten. Die hatten ihren Durchbruch im gleichen Alter, und auch die Thematik ist nicht allzu fremd. Kirsten Dunst brillierte damals neben Tom Cruise und Brad Pitt in „Interview mit einem Vampir“ und hat seitdem in der Rollenwahl ein glückliches Händchen bewiesen.

Hatte in "The Sixth Sense" schon mit mysteriösen Dingen zu tun: Haley Joel Osment Bild: Constantin

Weg vom Grusel

Sogar Christina Ricci konnte die kleine Wednesday aus der „Addams Family“ hinter sich lassen und sich als Charakterfrau etablieren – auch wenn sie immer noch gerne für düstere Rollen, wie in „Sleepy Hollow„, besetzt wird.

Daniel und Rupert könnten sich von Haley Joel Osment inspirieren lassen. Nach seinem großen Durchbruch mit „The Sixth Sense“ und einer Oscar-Nominierung im zarten Alter von zwölf Jahren machte er zwar erst einmal eine kreative Pause. Doch besser so, als ständig durch schlechte Filme negativ aufzufallen.

Der 12-jährige Christian Bale ganz groß in "Das Reich der Sonne" Bild: Warner

Aufstrebender Comic-Held

Auch Christian Bale hat es seit seiner überzeugenden Darstellung in Steven SpielbergsDas Reich der Sonne“ 1987 geschafft, kontinuierlich im Geschäft zu bleiben. Jetzt ist er als Batman gefragter denn je.

Das beste Vorbild ist jedoch Jodie Foster. Sie stand bereits im Kindesalter vor der Kamera, brachte die Kritiker als 14-Jährige in „Taxi Driver“ zum Staunen, entwickelte sich ohne große Skandale zur renommierten Schauspielerin und sahnte nebenbei zwei Oscars ab.

Jodie Foster ist der Star unter den Kinderstars Bild: Warner

Adieu, für immer

Es kann natürlich auch sein, dass nach „Harry Potter“ erst einmal nichts kommt. Zumindest wird es für Daniel, Rupert und Emma schwer sein, in anderen Filmen glaubhaft zu wirken. Denn egal, was die drei Zauberschüler in Zukunft noch erwartet – sicher ist, dass ihnen die Rollen, mit denen sie bekannt wurden, für immer anhängen werden.

Daniel Radcliffe äußerte erst kürzlich, dass es ihm am liebsten wäre, wenn Harry Potter im siebten Buch sterben würde. Kein schlechter Plan, denn damit könnte Daniel seine Rolle für immer begraben.

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