Chiwetel Ejiofor

Chiwetel Ejiofor

Leben & Werk

Der britische Charakterdarsteller konnte bereits in seinem Filmdebüt Steven Spielberg von sich überzeugen. Seitdem kämpft er etwa für die gute Sache, verlebt die tragische Seite des Lebens oder sorgt als Dragqueen für Furore. Für das Biopic “12 Years a Slave” basierend auf dem gleichnamigen Buch verkörpert er einfühlsam und menschlich den verschleppten Solomon Northrup. Zuletzt war er an der Seite von Benedict Cumberbatch im MCU-Magierfilm “Doctor Strange” zu sehen.

Chiwetel Ejiofor Leben und Karrierebeginn

Am 19.07.1977 wurde Chiwetel Ejiofor in London, Großbritannien geboren. Seine Eltern stammen beide aus Nigeria und verdienten ihr Geld als Arzt beziehungsweise Pharmazeutikerin. Im Alter von 11 Jahren verlor er bei einem Trip nach Nigeria und das benachbarte Lagos seinen Vater bei einem Autounfall. Sein Interesse am Schauspiel wurde bereits zu Schulzeiten geweckt, sodass er sich mit 14 Jahren der National Youth Theatre Gruppe anschloss. Nach dem Schulabschluss bewarb er sich erfolgreich für die Londoner Academy of Music und Dramatic Art, brach jedoch nach nur einem Jahr seine Ausbildung ab. Grund dafür: Niemand geringeres als Steven Spielberg castete ihn für seinen Epos über das Sklavenschiff „Amistad“ (1997).

Neben kleineren Rollen in „G:MT Greenwich Mean Time“ (1999) oder „It Was an Accident“ (2000) profilierte er sich auf den Bühnen Londons. Als Romeo war er in Shakespeares Stück „Romeo und Julia“ 2000 täglich zu sehen und wurde für seine Darstellung als Bester Newcomer in Critics Circle Theater Award nominiert. In seiner ersten Film-Hauptrolle ist er im Drama „Kleine schmutzige Tricks“ (2002) an der Seite von Audrey Tautou zu sehen. Darin spielt er einen illegalen Immigranten in London, der sich mit degradierenden Jobs über Wasser hält, jedoch als Arzt ausgebildet ist.

Filme mit Chiwetel Ejiofor: Von „Serenity“ zu „Inside Man“

In Auftritten wie der britischen Dramödie-Serie „Trust“ (2003) spielte er neben Ian McShane skrupellose Anwälte oder heiratet Keira Knightley im Ensemble-Film „Tatsächlich, Liebe“ (2003). Als Politiker kämpft er gemeinsam mit Hilary Swank gegen die Apartheit in Südafrika in „Red Dust“ (2004) und verlebt mit Radha Mitchell die tragische Seite des Lebens in Woody AllensMelinda und Melinda“ (2004). Mit harten Bandagen verfolgt er im SciFi-Western von Joss Whedon die Crew der „Serenity“ (2005), stets überzeugt von seinem Glauben, das Richtige zu tun.

2007 wurde er bei den Golden Globes mit zwei Nominierungen bedacht: Als Drag Queen Lola in „Kinky Boots“ (2005) konnte er die Jury von sich überzeugen und lieferte ebenso eine fesselnde Darstellung über den „Tsunami“ (2006), der 2004 den asiatischen Raum erschütterte, in der gleichnamigen HBO/BBC-Miniserie ab. Im gleichen Jahr versucht er in „Inside Man“ (2006) gemeinsam mit Denzel Washington eine Geiselnahme in einer Bank zu entschärfen und hilft in der dystopischen Zukunft von „Children of Men“ (2006) die Zukunft der menschlichen Rasse zu retten. Der Ruf der Theater-Bühnen sorgte für ein längeres Gastspiel in London im Jahre 2007. Zunächst war er in „Die Möwe“ zusehen, ehe er als „Othello“ die Kritiker von sich überzeugte und als Bester Schauspieler des prestigeträchtigen Theaterpreis Laurence Olivier Award ausgezeichnet wurde. Mit einem anderem Aspekt der Apartheit befasst er sich in „Endgame“ (2009) und wird erneut für den Golden Globe nominiert.

Chiwetel Ejiofor in „12 Years a Slave“ und „Dancing on the Edge“

Actionreich geht es zunächst im Endzeit-Kracher von Emmerich dem Untergang der Welt im Jahre „2012“ (2009) entgegen, während er als Cop der mysteriösen Agentin „Salt“ (2010) hinterher jagt. Für die BBC produzierte er nur kurze Zeit nacheinander zwei Erfolge: Zunächst ermittelt Chiwetel Ejiofor im Londoner Untergrund auf der sogenannten „The Shadow Line“ (2011) ehe es ihn in der Miniserie „Dancing on the Edge“ (2013) in die 1930er Jahre verschlägt, wo er als Anführer einer Jazz-Band gegen rassistischen Vorwürfe der oberen Klasse ankämpfen muss um seine Musik auszuüben.

Im Biopic „12 Years A Slave“ (2013) von Steve McQueen absolviert er seine bis dato anspruchsvolle Darstellung als Titelheld in seiner Karriere. Im Jahre 1841 wurde der freie Afroamerikaner Solomon Northrup, der mit seinem Violinenspiel ein anständiges Leben führte, in die Sklaverei verschleppt und musste für die kommenden 12 Jahre das harte Leben als Leibeigener ertragen. Chiwetel Ejiofor war nicht nur erste Wahl des Regisseurs, sondern nahm Violinenunterricht, las sich in Tatsachenberichte ein und absolvierte die harte Arbeit der Sklaven selbst. Der Lohn für die harte Arbeit: Nominierungen als Bester Darsteller bei den Oscars, Golden Globes, BAFTAs oder den Screen Actors Guild Award.

Aktuelle Filme mit Chiwetel Ejiofor

Als letzter Überlebender nach einer globalen Katastrophe findet er sich gemeinsam mit Margot Robbie und Chris Pine in „Z for Zachariah“ (2015) wieder. Zurück geblieben auf der Erde, entdeckt er in „Der Marsianer“ (2015), dass Matt Damon auf der Mars-Mission nicht umgekommen ist und setzt alles daran ihn sicher zurück zur Erde zu bringen. Ausdauernd versucht er hingegen im Remake des preisgekrönten „Vor ihren Augen“ (2015) einen alten Kriminalfall zu lösen und sitzt über Jahre an den Ermittlungen.

Von seiner bösen Seite zeigt er sich im skrupellosen Cop-Thriller „Triple 9“ (2016). Gemeinsam mit Norman Reedus und Aaron Paul möchte er einen Bank ausrauben, wird von der russischen Mafia jedoch in einen weitaus gefährlicheren Auftrag hinein gezogen. An der Seite von seinem langjährigen Freund Benedict Cumberbatch feiert er in „Doctor Strange“ (2016) seinen Einstand im Marvel Cinematic Universe. Chiwetel Ejiofor stellt Mordo dar, geplagt von inneren Dämonen stellt er sich in den Dienst der Zauberer um die Welt vor mystischen Gefahren zu schützen und nimmt den Neuankömmling Stephen Strange unter seine Fittiche. Im Drama „Heretic“ (2017) ist er als Priester zu sehen, der in Predigen sagt, dass es keine Hölle gäbe. Zusammen mit Rooney Mara und Joaquin Phoenix steht er für „Mary Magdalene“ (2017) vor der Kamera.

Chiwetel Eijofor Privat und Aussprache seines Namens

Der Brite hat eine jüngere Schwester, die für den CNN als Korrespondentin arbeitet. Bereits seit mehreren Dekaden zählt er die Kollegen Benedict Cumberbatch und Idris Elba zu seinem engeren Freundeskreis. Neben seinen Tätigkeiten vor der Kamera setzt er sich für karitative Einrichtungen rund um den Globus ein, etwa setzt er sich für die Flüchtige ein oder verbessert die Lebensbedingungen im Land seiner Vorfahren Nigeria.

Die Aussprache des Namens von Chiwetel Ejiofor sorgte für einige Unklarheiten. Laut phonetischem Alphabet spricht man seinen Namen wie folgt aus: Choo-i-tell Edge-i-o-for. Eine besondere Ehre wurde dem Briten 2008 und 2015 zu teil. 2008 wurde er von Königin Elisabeth II. zum OBE für seinen Zutrag für die Künste gewürdigt und erhielt im Jahr 2015 im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten den Titel „Commander of the Order of the British Empire“ – kurz CBE. Auf sozialen Medien wie Twitter, Facebook oder Instagram ist er nicht zu finden.

Chiwetel Ejiofor Auszeichnungen

Oscars

2014 Nominierung als Bester Hauptdarsteller – „12 Years a Slave“

Golden Globes

2014 Nominierung als Bester Darsteller (Drama) – „12 Years a Slave“

2014 Nominierung als Bester Darsteller in einer Mini-Serie/TV-Film – „Dancing on the Edge“

2010 Nominierung als Bester Darsteller in einer Mini-Serie/TV-Film – „Endgame“

2007 Nominierung als Bester Darsteller (Comedy/Musical) – „Kinky Boots“

2007 Nominierung als Bester Darsteller in einer Mini-Serie/TV-Film – „Tsunami“

Emmy Award

2014 Nominierung als Bester Darsteller in einer Miniserie/TV-Film – „Dancing on the Edge”

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