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Leben & Werk

Neben Zhang Yimou, der als Kameramann seiner beiden ersten Filme fungierte, ist Chen Kaige der berühmteste chinesische Regisseur der sog. „Fünften Generation“ von Filmemachern, jener, die zum ersten Jahrgang der 1978 gegründeten Filmakademie in Peking gehörten. Chen Kaige, geboren 1952 in Peking, war Sohn eines aus der Kommunistischen Partei ausgestoßenen Regisseurs und musste 1969 - 1976 auf einer Kautschukplantage arbeiten, bevor er in einem Kopierwerk Anstellung fand und sein Filmstudium 1978 beginnen konnte. Auf Kurzfilme und TV-Arbeit folgte eine Trilogie über die Geschichte Chinas am Beispiel eines Dorfes im Norden, der Vorbereitung einer Militärparade und der Kulturrevolution. Nur der dritte dieser Filme, „König der Kinder“ (1987), der schildert, wie ein Lehrer in den Südwesten geschickt wird und an der Bürokratie zerbricht, wurde im Ausland gezeigt. Die Trilogie etablierte Chen Kaige, der sich jedoch einen Zweitwohnsitz in New York nahm, wo er nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 zunächst blieb, bis er sich 1991 entschloss, doch in die Volksrepublik zurückzukehren. „Die Weissagung“, eine in dieser Zeit entstandene Allegorie auf das menschliche Dasein als Nomade, zeigt einen alten Mann, der mit einem Saiteninstrument durch die Lande wandert und vergeblich Schüler sucht. 1993 wird Chen Kaige in Cannes für „Lebewohl, meine Konkubine“ mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet. Am Beispiel zweier Sänger der Peking-Oper, die sich in wechselhaften Zeiten (1924 - 1977) durchschlagen und arrangieren müssen, unternimmt Chen Kaige einen Streifzug durch die moderne Geschichte und geht mit dem Tabuthema Homosexualität für chinesische Verhältnisse frei um. Hauptdarstellerin des Films war die damalige Gattin von Zhang Yimou, Gong Li, die ebenfalls in „Verführerischer Mond“ (1995), einer Liebes- und Familiengeschichte aus den 30er Jahren, und in „Der Kaiser und sein Attentäter“ (1999) Hauptrollen übernahm. Mit acht Jahren Entwicklungs- und sechsmonatiger Drehzeit wurde „Kaiser“ einer der Meilensteine des chinesischen Kinos und erhielt in Cannes 1999 den Großen Preis der Technik. Der Historienfilm erzählt, wie das „Reich der Mitte“ im dritten Jahrhundert vor Christus aus blutigen Kriegen entstand. Nach der Premiere in Cannes schnitt die chinesische Zensur dreißig Minuten, die als aktuelle politische Anspielungen gesehen wurden, aus dem Monumentalfilm, der Chen Kaiges Rang als einer der wichtigen Autorenfilmer weltweit bestätigte.

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