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Leben & Werk

Er war eleganter Charmeur mit verbindlichen Manieren, ausgesuchter Vornehmheit und tadellosem Auftreten. Liebhaber mit perfekter weltmännischer Attitüde und Edelmann mit Haltung und im Alter wachsender Reife, gehörte Charles Boyer (1897 - 1978) zu den wenigen französischen Top-Stars in Hollywood, wohin es ihn nach seiner ersten großen Rolle als Ausrufer auf dem Rummelplatz in Fritz Langs „Liliom“ (1934 noch in Pariser Studios gedreht) durch die Vermittlung des Produzenten und Regisseurs Erik Charell verschlagen hatte. Boyer war Partner von Marlene Dietrich in „Der Garten Allahs“ und ein souveräner Napoleon an der Seite von Greta Garbo in „Maria Walewska„. 1942 wurde er amerikanischer Staatsbürger und erhielt für die Gründung der French Research Foundation, die sich um einen intensiven Kulturaustausch zwischen den USA und Frankreich bemüht, einen Spezial-„Oscar“. In „Das Haus der Lady Alquist“ war er der Ehemann von Ingrid Bergman, der seine Frau einem subtilen Psychoterror aussetzt, eine Ausnahme in seinem Rollenspektrum. Mit David Niven und Dick Powell gründete Boyer 1951 die TV-Gesellschaft Four Star Television, die erfolgreiche Serien produziert. Mit dem Alter nahmen sein vornehmer Stil und die Reife des weisen, aber erotischen Affären nicht abgeneigten Herren zu, so in Max Ophüls‘ Meisterwerk „Madame de…“, wo er sich wegen Danielle Darrieux mit Vittorio de Sica duelliert. Er zeichnete subtile Charakterporträts in Vincente Minnellis „Die vier apokalyptischen Reiter“, William Wylers „Wie stiehlt man eine Million?“ und „Die Irre von Chaillot“. Für seinen vorletzten Film „Stavisky“ wurde er für die Rolle eines Barons in Cannes ausgezeichnet. 1965 beging Boyers Sohn Michael Selbstmord. Er selbst nahm sich zwei Tage nach dem Tod seiner Frau, der Schauspielerin Patricia Patterson, mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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