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Chadwick Boseman

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Leben & Werk

Charakterdarsteller und Superheld – als Black Panther betrat Chadwick Boseman als erster Schwarzer Superheld die MCU-Bühne. Außerdem war der Schauspieler bereits als Godfather of Soul, James Brown, und die Baseball-Legende Jackie Robinson zu sehen.

Als Chadwick Boseman im Jahr 2018 in die Rolle des Marvel-Superhelden „Black Panther“ geschlüpft ist, dürfte sich das wie ein gewaltiger Befreiungsschlag angefühlt haben. Nicht allein, weil erstmals ein hervorragender Schwarzer Cast in einem Blockbuster dieser Größe aufspielen durfte – mit Boseman an der Spitze. Sondern auch weil Boseman, der bereits befürchtet hatte, auf Biopics gebucht zu sein, endlich beweisen konnte, dass man als Schauspieler auch in anderen Genres auf ihn bauen kann.

Grund für diese Erleichterung war der Umstand, dass Boseman besonders am Anfang seiner Karriere fast ausschließlich in Biopics zu sehen war – ein Großteil davon Sportler-Dramen wie „42“ oder „The Express“. Irgendwann habe er gar keine anderen Rollen mehr angeboten bekommen, wie Boseman erklärt. Doch es waren eben auch gerade diese Filme, die ihm dank seiner außergewöhnlichen Leistungen den Weg ins Marvel Cinematic Universe ebneten.

Chadwick Boseman – frühe Karriere

Chadwick Boseman wurde am 29. November 1977 in South Carolina geboren. Nach dem Schulabschluss begann Boseman, Regie an der Howard University in Washington, D.C. zu studieren. Den Abschluss machte er im Jahr 2000. Boseman studierte außerdem an der British American Drama Academy in Oxford und besuchte die Digital Film Academy in New York – all das mit dem Ziel, Regisseur zu werden. Zum Schauspiel ist Boseman gekommen, um als Regisseur besser nachvollziehen zu können, wie man Darsteller*innen führt.

Durchbruch in Serien

Wie bei vielen Jungdarsteller*innen heute üblich, gelang auch Chadwick Boseman der Durchbruch als Schauspieler mit verschiedenen  Gastauftritten in TV-Serien wie „Law & Order“, „CSI:NY“ oder „Emergency Room“. Mit der Zeit wurden die Rollen größer. In dem Familiendama „Lincoln Hights“ (2008) erhielt Boseman eine wiederkehrende Rolle als verstoßener Sohn der Hauptfigur. Im Jahr 2010 spielte Boseman außerdem eine tragende Rolle in der Mystery-Serie „Persons Unknown“. Kurioserweise waren die Figuren in beiden Serien beruflich Soldaten.

Biopics mit Chadwick Boseman

Zeitgleich mit „Lincoln Hights“ gelang es Chadwick Boseman, auch die erste Kino-Rolle zu landen. In dem Sportlerdrama „The Express“ (2008) spielte Boseman den Football-Spieler Floyd Little – und legte damit einen Grundstein für alle folgenden Filme. Denn seither hat Boseman in den Sportlerdramen „42“ (2013) und „Draft Day“ (2014) mitgespielt, war zweimal Footballspieler und einmal – in „42“ – die Baseball-Legende Jackie Robinson, dem es 1947 als erster Schwarzer Spieler gelang, in der Major League aufzuspielen.

Abgesehen von den drei Sportlerdramen sollte Boseman vor allem mit dem Biopic „Get On Up“ (2014) über die Soul-Ikone James Brown in Erscheinung treten. Episodisch erzählt das Biopic von den wichtigsten Stationen des Sängers, der Jugend in bitterarmen Verhältnissen, dem Durchbruch, den Höhen und Tiefen des bewegten Privatlebens. Für Boseman, der lernen musste, Tanz, Gestik und teilweise sogar den Gesang Browns zu imitieren, war nach den Dreharbeiten Schluss – nie wieder Biopics, so die Devise.

Chadwick Boseman im MCU

Raum zur Neufindung bot das gewaltige Marvel Cinematic Universe. Erste Blockbuster-Luft konnte Boseman bereits 2016 in dem Actioner „Gods of Egypt“ als Mond-Gott Toth schnuppern. Noch im selben Jahr feierte Boseman mit „Captain America: Civil War“ seinen Eintritt ins MCU als T’Challa, der nach der Ermordung seines Vaters den Thron des afrikanischen High-Tech-Königreichs Wakanda übernimmt. Doch wie T’Challa alias Black Panther bald lernen muss, wird ihm der Posten streitig gemacht.

Während böse Zungen befürchteten, Black Panther könne lediglich zum langersehnten „Infinity War“ überleiten, entpuppte sich „Black Panther“ als einer der eigenständigsten Filme des Marvel Universums. Mehr Details zu „Black Panther“ lest ihr in der Kritik. Nach dem großen Erfolg wurde nur wenig später die Fortsetzung angekündigt und Bosemans Black Panther stand seinen Avengers-Kamerad*innen auch im „Infinity War“ sowie im „Endgame“ gegen Thanos bei.

Boseman privat

Sein Privatleben konnte der US-Amerikaner weitestgehend aus den Medien halten. Umso überraschender kam Ende August 2020 die Nachricht, dass Boseman im Alter von gerade Mal 43 Jahren infolge einer Krebserkrankung verstorben ist.

Wenige Monate vor seinem Tod heiratete er im kleinen Kreis seine langjährige Freundin, die Sängerin Taylor Simone Ledward. Boseman war weiterhin für sein soziales Engagement und seinen Einsatz gegen rassistische Ungerechtigkeit bekannt.

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