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Leben & Werk

Ihr Spielfilmdebüt „Jenseits der Stille“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau, deren Eltern taubstumm sind, und die in Konflikte gerät, als sie Musikerin werden will und sich zwangsläufig von den Eltern lösen muss. Der Film wurde einer der großen Kinoerfolge der Saison 1996/97 und mit dem Bayerischen Filmpreis sowie drei Bundesfilmpreisen ausgezeichnet und für den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert.

Die in München lebende, 1964 in Bad Nauheim geborene Regisseurin Caroline Link absolvierte Praktika in den Bavaria-Studios und beendete ihr Studium an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen mit „Sommertage“ (1990), der von der ersten Liebe eines 16-Jährigen erzählt. Regieassistenzen, Drehbucharbeit, Kinderfilme für das Fernsehen und der Dokumentarfilm „Das Glück zum Anfassen“, in dem ein Fan von der Begegnung mit seinem Idol Jürgen Drews enttäuscht wird, führten Link zu „Jenseits der Stille“.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer Vorliebe für Geschichten ums Erwachsenwerden, Freundschaften und Familie gelang Link mit der Erich-Kästner-Verfilmung „Pünktchen und Anton“ ein weiterer Publikumserfolg. Die modernisierte Geschichte um die Freundschaft zweier Zehnjähriger aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten machte aus dem Kinderbuchklassiker einen flotten und anspruchsvollen Familienfilm und erhielt den Bayerischen Filmpreis 1999. Sylvie Testud, Star aus „Jenseits der Stille“, war hier als Aupairmädchen in einer tragenden Nebenrolle zu sehen.

Ihren größten Erfolg feierte Caroline Link mit ihrem dritten Kinofilm, der ihre bislang ausgereifteste Arbeit darstellt. Die Adaption von Stefanie Zweigs autobiografischem Bestseller „Nirgendwo in Afrika“ wurde in den Kategorien „Beste Regie“, „Beste Kamera“, „Beste Musik“ und „Bester Spielfilm“ mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und konnte mehr als 1,3 Mio. Besucher in die deutschen Kinos locken. Dieser Erfolg wurde durch die Oscar-Nominierung für den besten fremdsprachigen Film noch gesteigert, gekrönt dann durch den tatsächliche Gewinn der begehrten Auszeichnung. Mit diesem Preis wurde davor nur ein deutscher Film - Volker SchlöndorffsDie Blechtrommel“ - sowie danach Henckel von Donnersmarcks „Das Leben der Anderen“ geehrt.

Nach einer längeren Auszeit, die sie sich für ihre Tochter nahm, brachte Caroline Link 2008 ihr Drama „Im Winter ein Jahr“ in die deutschen Kinos. Das Drama mit Josef Bierbichler und Karoline Herfurth wurde mit jeweils zwei Auszeichnungen beim Deutschen und Bayerischen Filmpreis gewürdigt. Mit „Exit Marrakech“ kehrte Link nach Afrika zurück und arbeitete beim Vater-Sohn-Drama erneut mit ihrem „Nirgendwo in Afrika“-Produzent Peter Herrmann zusammen.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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