Leben & Werk

Französische Schauspielerin. Gleichermaßen als dezent erotische Film-, Fernseh- und Theaterschauspielerin präsent, war die Karriere der brünetten rehäugigen Caroline Cellier anfangs mit Filmen von Claude Lelouch, Claude Chabrol und Edouard Molinaro verbunden, in deren Filmen sie Nebenrollen als sanfte und eigenwillige Frau übernahm, bevor sie in den 80er-Jahren mit ungewöhnlichen Rollen zum Star wurde und 1985 den César als Beste Nebendarstellerin (für „Teuflische Umarmung“) erhielt. Ab 1998 folgte eine siebenjährige Pause. 2009 bildet Cellier mit Jane Birkin und Catherine Jacob das starke Frauentrio im Road Movie „Thelma, Louise und Chantal“.

Caroline Cellier wurde als Monique Cellier 1945 in Montpellier, Hérault, geboren, absolvierte ihre Schauspielausbildung in Paris bei René Simon, stand ab 1963 auf der Bühne, wurde mit dem Prix Marcel Achard ausgezeichnet, dem 1967 der Prix Suzanne Bianchetti und 1968 der Prix Gérard Philipe folgten. Sie war ab 1964 in Fernsehserien zu sehen und debütierte 1965 im Kinofilm „La tête du client“ an der Seite von Michel Serrault und Jean Poiret, mit dem sie mehrfach, so in Chabrols Provinzkrimi „Hühnchen in Essig“, zu sehen war. Unter Poirets Regie spielte sie die Frau von Thierry Lhermitte in der Ehekomödie „Das Zebra“ (1993), was ihr eine Nominierung für den César als Beste Hauptdarstellerin einbrachte.

Cellier war in Lelouchs „Das Leben, die Liebe, der Tod“ (1968) die Ehefrau des zum Tode verurteilten Amidou (die Todesstrafe wurde erst später abgeschafft), in Chabrols Psychothriller „Das Biest muss sterben“ (1969) als Fernsehschauspielerin die Geliebte von Michel Duchaussoy und die Schwägerin von Jean Yanne, und in Molinaros Krimikomödie „Die Filzlaus“ (1973, mit Lino Ventura) die Ehefrau von Titelheld Jacques Brel.

In den 80er-Jahren wurde Cellier zum Star, war in Henri Verneuils Politthriller „Tausend Milliarden Dollar“ (1981) Ehefrau von Patrick Dewaere (als Journalist), Mutter des Teenagers in der Komödie „Kleiner Spinner“ (1983) und Krankenschwester in Christopher Franks „Vier Frauen“ (1984). In Franks an der Riviera spielendem Psychothriller und Kassenerfolg „L’année des méduses - Teuflische Umarmung“ (1985) spielte sie die Geliebte von Bernard Giraudeau, um dessen Gunst sie meist barbusig mit der Tochter (Valérie Kaprisky) kämpft. Cellier war Pokerspielerin in „Poker“ (1986), Prostituierte in „La contre-allée“ (1987) und Betrügerin in „Vent de panique“ (1987).

1995 trat Cellier wieder in einem Film von Lelouch auf: „Männer und Frauen - Eine Gebrauchsanleitung“ wurde ein Kassenerfolg wegen Hauptdarsteller Bernard Tapie (dessen Ehefrau Cellier spielt), der, ehemaliger Minister und Manager von Olympique de Marseille, damals in eine Korruptionsaffäre verwickelt war. Cellier spielte die Ehefrau von Alain Chabat in dessen Komödie „Didier - Mein Hund, der Fußballstar“ (1996) und war in den ersten Filmen mit Vincent Cassel („L’élève“, 1996; „Le plaisir“, TV 1997) dessen Partnerin. 2006 ist Cellier als sie selbst in „Jean-Philippe“, Tribut an Johnny Halliday und die Musik der 60er-Jahre, dabei und 2007 will sie sich als attraktive Großmutter im Episodenfilm „Fragile(s)“ nicht mit dem Enkel und dem Alter anfreunden.

Caroline Cellier war bis zu dessen Tod 1992 mit Schauspieler, Autor und Regisseur Jean Poiret verheiratet, mit dem sie einen Sohn (geb. 1978) hat.

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