Carmen Maura

Schauspielerin
Carmen Maura Poster
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Leben & Werk

Sie war die neue Frau in Spanien nach dem Ende der Franco-Ära und bereitete jungen Schauspielerinnen wie Victoria Abril, Penelope Cruz, Maribel Verdu und Ariadna Gil den Weg. Carmen Maura verkörperte als erste die von den Zwängen der repressiven Franco-Ära befreite, aktive, von den Umwälzungen sowohl verwirrte als auch durch sie geforderte und emanzipierte progressive Frau, die fast zehn Jahre lang ein Archetypus des spanischen Films wurde. Stark, temperamentvoll, rassig, mit den langen roten Haaren als Sturmbanner der sexuell liberalen Frau und ebenso sinnlicher Ausstrahlung, spielte Maura mehrfach Journalistinnen, Psychologinnen, Prostituierte, Schauspielerinnen, Großbürgerinnen, aber auch Hausfrauen und Nonnen, die ihre Hülle oft buchstäblich abwerfen.

Maura, geboren 1945 in Madrid, brach ihr Philosophie-Studium ab, um eine Galerie zu eröffnen, heiratete einen Arzt und fand das Hausfrauen-Leben langweilig, weshalb sie sich dem Theater zuwandte. Der Erfolg kam als Gastgeberin in der in Spanien populären TV-Show „Esta noche“. Im Film trat sie zwar in den 70ern sporadisch auf, aber erst die Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar, die von 1980 („Pepi, Luci, Bom und andere Mädchen aus dem Viertel“) bis 1988 („Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs„) sechs gemeinsame Filme umfasste, brachte den Durchbruch und internationalen Erfolg. Für „Frauen…“ erhielt sie den Europäischen Filmpreis Felix, der ihr im folgenden Jahr für Carlos Sauras „Ay Carmela!“ erneut verliehen wurde. Für diese Rolle einer im Spanischen Bürgerkrieg gegen Franco auftretenden Wanderschauspielerin erhielt Maura auch den spanischen Filmpreis Goya.

1991 stand Maura als Journalistin, deren Kind nicht auf die Welt kommen will, in Marion Hänsels „Verschwörung der Kinder“ erstmals vor der Kamera einer nichtspanischen Regisseurin. Seitdem filmte sie auch in Frankreich („Das Glück liegt in der Wiese„, „Pakt des Schweigens„) und Portugal („Die Schwächen der Frauen„) und übernahm Rollen als Bäuerin („Der König des Flusses“) oder Mutter (von Louis XIV. in „Die Kindheit des Sonnenkönigs“), teils in Kostümfilmen. In der spanischen schwarzen Komödie „Allein unter Nachbarn“ überzeugte sie als Neumieterin in einem Madrider Altbau, die sich das Vermögen eines eben verstorbenen Hausgenossen unter den Nagel reisen will und sich dazu gegen die vereinte Nachbarschaft zur Wehr setzen muss. Als in Brüssel lebende, redselige Matriarchin machte sie in der belgisch-französischen Komödie „25 Grad im Winter“ ihrem ohnehin in Schwierigkeiten steckenden, allein erziehenden Sohn (Jacques Gamblin) das Leben noch schwerer.

Maura tritt weiterhin auf dem Theater und im Fernsehen („Die Frau deines Lebens“) auf. Sie ist die Enkelin des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Antonio Maura und die Cousine des Schriftstellers Jorge Semprún, eine der populärsten Schauspielerinnen Spaniens und auch international beliebt.

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