Carlo Rola

Carlo Rola

Leben & Werk

Der “Stammregisseur” von Iris Berben und der “Rosa Roth”-TV-Reihe hat seit seinem Regiedebüt 1989 rund 50 TV- und Kinoproduktionen inszeniert und gilt als Spezialist fürs Krimigenre, das er in vielen Variationen dramatisch, komödiantisch, als Psychostudie, lakonische Chronik, bissige Satire, Bürgerdrama oder lockere Gauner- und Ganovenballade beherrscht. Stets unterhaltsam, spannend und in den Stilmitteln einfallsreich, fallen Rolas Filme durch schauspielerische Leistungen auf, die fern von Routine über dem Durchschnitt liegen.

Carlo Rola wurde 1958 geboren und studierte ab 1976 in Frankfurt Jura. Er arbeitete als Stuntman auf dem Theater, war seit 1981 Regieassistent bei Hans Neuenfels, Ruth Berghaus und Peter Stein auf Bühnen in Hamburg, Berlin und Frankfurt, wo er 1983 “Endstation Sehnsucht” inszenierte. Nach Anfängen in der “Löwenzahn”-Kinderserie stieg Rola als Produktionsleiter bei Fernsehen und Film (die Harald-Juhnke-Komödie “Sigi, der Straßenfeger”) ein. Rola hat bei über 60 Werbespots, Trailern und Musikvideos Regie geführt.

In “Das Geheimnis des gelben Leoparden” (eine Georges-Simenon-Adaption) sorgte Lieblingsschauspielerin Iris Berben 1989 mit mehreren Nacktszenen für TV-Aufsehen. Seitdem hat sie in fast allen seiner Filme die Hauptrolle gespielt, in “Tod in Miami” und “Das Miststück“, als “Die Patriarchin” und in “Der Solist. Als im Mantel mit langem weißen Schal auftretende Kommissarin “Rosa Roth” ermittelt sie seit 1993 in über zwanzig Folgen der erfolgreichen Reihe.

Fürs Kino inszenierte Rola die Satire “Peanuts” (1995) mit Ulrich Mühe und Iris Berben als Baulöwe und Immobilienhai mit Sekretärin, die in dem flotten Wirtschaftskrimi das Frankfurter Baudezernat reinlegen. Mit “Sass” gelang Rola 2001 eine waschechte Gangsterballade um die authentischen Bankräuber Sass (Ben Becker und Jürgen Vogel), zwei Brüder, die in den 20er-Jahren Berlin in Atem hielten und von Henry Hübchen als Kommissar gejagt werden.

Rola war 1994 Dozent für Werbefilm an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelberg und ist seit 1999 Dozent für Regie an der dffb Berlin. 1996 gründete er mit Oliver Berben die Produktionsfirma MOOVIE the art of entertainment.

Für seine TV-Arbeit “Moskito” erhielt Rola den Grimme-Preis in Silber, für “Das Missverständnis” den 1. Preis des Filmfestivals Porto und für “Sieben Feuer des Todes – Code Red” einen Preis auf dem New York Filmfestival.

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