Alle Bilder und Videos zu Carl Raddatz

Leben & Werk

Soldaten, Offiziere und Flieger auf der einen Seite und unerfüllt Liebende, lebenserfahrene Alltagscharaktere auf der anderen Seite bilden das Spektrum, in dem sich der 1911 geborene Carl Raddatz bewegte. Er erspielte sich über mehrere Bühnen 1937 den Weg zum Film, wo er in propagandistischen Werken („Urlaub auf Ehrenwort“, „Stukas“) auftrat und regimetreue Leutnants oder Kommandeure spielte. Parallel dazu war er in den Melodramen von Veit Harlan Dirigent („Immensee“, nach Theodor Storm) oder Mann zwischen zwei Frauen („Opfergang“). Raddatz‘ wichtigster Film ist der kurz vor Kriegsende entstandene „Unter den Brücken“ von Helmut Käutner, eine teils unter Bombenhagel gedrehte Binnenschiffer-Romanze, in der sich Raddatz in die Lastkahnführerin Hannelore Schroth verliebt und das bekannte Lied „Musche-Musch“ singt. Hier kommt auch seine Fähigkeit zu Zurückhaltung, Aufrichtigkeit und eine gewisse Vornehmheit im Ausdruck zur Geltung, die im produktiven Widerspruch zu seinen groben Gesichtszügen steht. Nach dem Krieg trat er zwar in Filmen wie der episodischen Bestandsaufnahme „In jenen Tagen“ auf, setzte aber vornehmlich seine Bühnenkarriere fort. Er gehörte 1958 zu den Kunden in „Das Mädchen Rosemarie“ (die Rolle, die Heiner Lauterbach in Bernd Eichingers Remake spielte) und war in seinem letzten Spielfilm „Jeder stirbt für sich allein“ (nach Hans Fallada) als Widerständler an der Seite von Hildegard Knef zu sehen. Raddatz trat auch mehrfach im Fernsehen auf („Buddenbrooks„, „Ein Heim für Tiere„, „Derrick“). Mit seiner sonoren und rauhen Stimme, der er einen oft röhrenden Charakter geben konnte, ist er auch als Synchronsprecher gefragt. 1979 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

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