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Leben & Werk

Neben Carmen Maura ist Candela Peña die einzige spanische Schauspielerin, die zweimal als Beste Hauptdarstellerin mit dem Goya ausgezeichnet wurde. Mit eigenwilligem Charme, aparter Ponyfrisur, verschattet verträumten Augen und skeptisch bis ironischem Blick hat sich die Schauspielerin mit den dunkelbrauen Haaren innerhalb weniger Jahre zum Star in ihrer Heimat entwickelt. Candela Peña ist im Autorenkino so zu Hause wie in Komödien und Thrillern. Zwei extrem gegensätzliche Rollen brachten ihr 2003 und 2006 die Goyas ein: Als lebenskluge erfahrene Schwester Ana der vom Ehemann misshandelten Pilar weist Peña ihr in Icíar Bollaíns „Öffne meine Augen“ den Weg zu Scheidung und Selbstständigkeit. In Fernando Leon de Aranoas „Princesas“ schließt sie als Prostituierte Caye und Prinzessin von nebenan, die ihre Arbeit als „Belle de Jour“ ähnliche Prostituierte vor der bürgerlichen Familie geheim hält, Freundschaft mit einer illegal arbeitenden Hure aus der Dominikanischen Republik, hängt mit ihr im Frisiersalon herum und träumt von einem glücklichen Leben.

Maria del Pilar Peña Sanchez, die nach einem Satz aus dem Stück „Fernanda Albas Haus“ von Federico Garcia Lorca den Vornamen Candela annahm, wurde 1973 im Vorort Gava von Barcelona als einzige Tochter eines Paares geboren, das dort eine Bar betrieb. Mit vier Jahren lernte sie Balletttanz und ging nach Abschluss der Schule mit siebzehn Jahren nach Sevilla, wo sie Theater spielte, dann nach Madrid. 1994 debütierte sie im Spielfilm im Thriller „Días contados - Deine Zeit läuft ab, Killer“ von Imanol Uribe als 18-jährige Drogenabhängige. 1995 war sie im komödiantischen Road Movie „Hola, estás sola?“ als junges, vom Vater hinausgeworfenes Mädchen Trini zu sehen, die sich mit einer Freundin in den Süden Spaniens durchschlägt. In Pedro Almodóvars Welterfolg „Alles über meine Mutter“ (1999) gehört sie als lesbische Geliebte Nina der Schauspielerin Huma (Marisa Paredes) zum Kreis der Frauen um Cecilia Roth.

Candela Peñas größter Publikumserfolg wurde die Komödie „Torremolinos 73 - Die Torremolinos Homevideos“ (2003, Regie: Pablo Berger). Als Carmen ist Peña die Ehefrau eines Enzyklopädie-Verkäufers, der Anfang der 70er-Jahre seinen Job verliert, eine letzte Chance als Pornoregisseur erhält, mit den mit Carmen in der tragenden Rolle gedrehten Pornovideos in Skandinavien Karriere macht und seine wahre Berufung entdeckt, während sich seine Frau nach einem Kind sehnt. Die Nacktszenen mit Peña gehören zum Komischsten dieser Art Sex-Ulk und waren ein weiterer Schritt zur Liberalisierung der Zensur in Spanien.

Candela Peña wurde außer mit den Goya Preisen für „Öffne meine Augen“ und „Princesas“, für die sie auch die Preise der Spanischen Schauspielergewerkschaft sowie für „Princesas“ den Preis des Spanischen Kritikerverbandes erhielt, im Jahr 2003 für „Torremolinos 73“ mit Darstellerpreisen auf den Festivals von Miami, Malaga und Toulouse sowie dem Katalanischen Filmpreis Butaca ausgezeichnet. Letzteren hatte sie auch für „Alles über meine Mutter“ erhalten und gewann ihn 2004 für die Kriminalkomödie „Descongélate! - Loosen Up“, wo sie eine Kabarettistin spielt, die in einen scheinbaren Mordfall gerät, ein drittes Mal.

Candela Peña war in Werbespots (1996 für Evax) zu sehen. Sie liebt die Bücher von Truman Capote („Frühstück bei Tiffany„, „Kaltblütig„).

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