Burkhard Driest

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Romy Schneiders „Sie gefallen mir, sie gefallen mir sehr!“ in Dietmar Schönherrs Talkshow „Je später der Abend…“ und der offensichtliche Flirt im Studio machten Burkhard Driest 1976 bekannter als die relativ wenigen Film- und TV-Arbeiten, in denen er auftrat oder bei denen er Regie führte. Driest ist mit pockennarbigen Gesichtszügen und der rauchigen Stimme der ideale Macho, der mit seinem Image kokettiert und es genießt, über die angebliche oder tatsächliche Affäre mit Romy Schneider befragt zu werden. Vor der Kamera ist Driest der harte Junge, Ganove, Gangster, Verbrecher, Zuhälter, Boxer, Soldat (in Sam Peckinpahs deutscher Produktion „Steiner – Das Eiserne Kreuz„), schwule Polizist, Kneipier und Knastologe.

Der 1939 in Stettin geborene Driest, der in Kiel, Berlin und Göttingen kurzzeitig Jura studierte, kam auf abenteuerliche Weise zum Film. 1965 überfiel er eine Bank in Burgdorf bei Hannover und saß drei Jahre und vier Monate in der Haftanstalt Celle, wo er die Arbeit an einem Roman begann. Nach 1969 schlug er sich als Taxifahrer, Kellner und Hafenarbeiter durch. Das Manuskript seines Romans gelangte über Rainer Werner Fassbinder an Regisseur Reinhard Hauff. Film und Roman „Die Verrohung des Franz Blum“ kamen 1974 parallel auf den Markt und machten Driest, der die zweite Hauptrolle übernahm, über Nacht bekannt. Mit Hauff entstanden drei weitere Filme: „Zündschnüre“ (nach Franz Josef Degenhardt, TV), „Paule Pauländer“ und der wieder auf autobiografischen Erlebnissen basierende „Endstation Freiheit“, in dem Rolf Zacher einen Strafgefangenen spielt, der Schriftsteller wird.

1983 inszenierte Driest parallel zu einer Version von Hark Bohm den Fall der Marianne Bachmeier, die im Gerichtssaal den Mörder ihrer Tochter erschossen hatte: „Annas Mutter“ (mit Gudrun Landgrebe) und Bohms „Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen“ (mit Marie Colbin) floppten.

Driest trat seitdem nur sporadisch in Filmen („Sieben Monde„, „Callboys“) auf und verlegte sich hauptsächlich auf das Schreiben von Drehbüchern und Kriminalromanen („Der rote Regen“, 2003). 2001 hatte sein Rockmusical „Falco Meets Amadeus“ im Theater des Westens in Berlin Premiere und wurde mit einem Preis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie auf Ibiza.

Filme und Serien

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