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Leben & Werk

Australischer Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Bruce Beresford gehört zu den vielseitigsten Regisseuren im internationalen Filmgeschäft, der in der Schauspielführung und im ökonomischen Verhältnis von innerer und äußerer Spannung stets kompetente Arbeiten präsentiert. Beresford inszeniert im besten Wortsinn Starkino, geht politische, historische und militärische Themen an („Don’s Party“), greift koloniale Vergangenheit auf („Mr. Johnson“) und bewältigt Satiren („A Good Man in Africa„), Bibelfilme („König David“), Western („Black Robe“) und Thriller („Doppelmord“, „The Contract“) gleichermaßen souverän. Er gehörte in den 70er-Jahren zu Regisseuren wie Peter Weir, die die australische „Neue Welle“ begründeten. 1989 fand er mit dem Oscar-Sieger „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ (1989) weltweite Anerkennung: Jessica Tandy und Morgan Freeman erhielten Darsteller-Oscars; 1983 wurde Robert Duvall als ausgebrannter Country-Musik-Star in Beresfords „Tender Mercies - Comeback der Liebe“ mit dem Oscar ausgezeichnet.

Beresford arbeitete mit zwei Bond-Größen: Sir Sean Connery spielte den Arzt und Gentleman in „A Good Man in Africa“ 1994, Pierce Brosnan den britischen Kolonialoffizier in „Mr. Johnson“, 1990 sowie einen ums Sorgerecht für seine Kinder kämpfenden Iren in „Evelyn“, 2002. Er entdeckte Liv Tyler als Elternmöderin für den Psychothriller „Stummer Schrei“ (1994), schickte Sharon Stone in „Last Dance“ (1996) in die Todeszelle, eine Riege weiblicher Stars (Glenn Close, Jennifer Ehle, Frances McDormand, Johanna ter Steege) im Weltkrieg-II-Drama „Paradise Road“ (1997) ins japanische Kriegsgefangenenlager auf Sumatra und Antonio Banderas als Revolutionär zum Film in „And Starring Pancho Vill As Himself“ (TV 2003). Er verhalf Ashley Judd im Thriller-Klassiker „Doppelmord“ (1999) zur Karriere und hetzte Morgan Freeman und John Cusack im Thriller „The Contract“ (2007) auf der Flucht vor Killern durch satte Naturlandschaften.

Bruce Beresford wurde 1940 in Sydney geboren und ging nach Absolvierung der Sydney University für zwei Jahre als Cutter nach Nigeria, bevor er 1966 bis 1971 als Filmbeauftragter für das Film Office des British Film Institute Production Board und des Art Council of Great Britain arbeitete. 1972 gelang ihm mit zwei Satiren um die Figur des „Barry McKenzie“-Prolls („Dame Edna“ Barry Humphries) ein Riesenerfolg in Australien. Er festigte seinen Ruf mit der Politsatire „Don’s Party“, dem Gerichts- und Militärdrama „Der Fall des Lieutenant Morant“, dem Football-Thriller „Schmutziges Spiel“, dem Jugendfilm „Die Sturmfahrt der Blue Finn“ und der Teenager-Komödie „Puberty Blues“. Seiner Heimatstadt Sydney widmete er 1999 eine Dokumentation.

Beresford ist auch als Opernregisseur tätig und inszenierte in Spoleto, Oregon, Melbourne und Adelaide Werke von Giacomo Puccini und Richard Strauss.

Seit 1985 ist Beresford mit der Autorin Virginia Duigan verheiratet und dadurch Schwager von Regisseur John Duigan („Verführung der Sirenen„).

Bruce Beresford war als Regisseur zwei Mal für den Oscar nominiert („Daisy“ und „Comeback“), gewann als Drehbuchautor den kanadischen Genie Award für „Black Robe“ (1991) und wurde drei Mal mit dem Preis des AFI (Australian Film Insitute) ausgezeichnet: für „Don’s Party“ und „Morant“ (insgesamt 11 AFI-Preise) als Regisseur und für das Aborigines-Drama „The Fringe Dwellers“ (1992) als Drehbuchautor. Beresfords Lieblingsfilme: Orson Welles‘ „Falstaff“, Satiayit Rays „Apu“-Trilogie, Luchino Viscontis „Ludwig“, Fellinis „La Strada“, John Fords „My Darling Clementine„, Ingmar Bergmans „Fanny und Alexander„, Carl Theodor Dreyers „Die Passion der Jeanne d’Arc“ und Ridley Scotts „Black Hawk Down“.

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