Bilderstrecke starten(4 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Brigitte Fossey

Leben & Werk

Ihr Talent zur Schauspielerei wurde sehr früh durch einen Zufall entdeckt. Als die fünfjährige Brigitte Fossey 1952 mit der Tante Urlaub am Meer machte, wurde ein kleines blondes Mädchen für die Hauptrolle in René Cléments „Verbotene Spiele“ gesucht. Die Tante schickte Bilder, Brigitte lernte die Texte im Handumdrehen und agierte wie selbstverständlich vor der Kamera. Cléments Film um die durch Krieg zerstörte Jugend zweier Kinder, die sich einen Privatfriedhof anlegen, wurde ein Klassiker.

Fossey wurde wie ihre Kollegin Brigitte Lahaie in Tourcoing in Nordfrankreich geboren. Nach dem Dreh von „Verbotene Spiele“, machten die Beamteneltern dem Rummel um die Tochter abrupt ein Ende. Brigitte absolvierte das Abitur als Klassenbeste, nahm heimlich Schauspielunterricht, besuchte Philosophiekurse, ließ sich in Genf zur Dolmetscherin ausbilden und spielte auf Pariser Bühnen. 1968 holte Alain Delon sie für den Film Noir „Adieu l’ami - Bei Bullen singen Freunde nicht“ als lesbische Mörderin vor die Kamera.

Fossey verkörpert die urfranzösische Blondine mit Unschuldsblick und sensibler Seele, deren Abgründe sie nie offen legt. So anmutig wie melancholisch, so natürlich wie distanziert, spontan und entflammbar, ist sie in ihren knapp 70 Rollen in historischen Stoffen so zu Hause wie in zeitgenössischen Filmen als Rauschgiftsüchtige, Geliebte oder Intellektuelle. Fossey drehte mit renommierten Regisseuren wie François Truffaut (als Verlegerin in „Der Mann, der die Frauen liebte„, 1976), Robert Enrico (als Frau des KZ-Überlebenden in „Au nom de tous les miens„, 1983) oder Claude Lelouch („Le Bon et les Méchants„).

Ihre größten Erfolge feierte sie 1980/82 als Mutter von Sophie Marceau in den beiden „La Boum„-Filmen. Zum deutschen Film hat sie Verbindung durch ihre Rolle als Ehefrau von Helmut Griem in der Patrica-Highsmith-Verfilmung „Die gläserne Zelle“ (1977) und durch Helma Sanders-Brahms „Flügel und Fesseln“ (1984): Dort spielt sie eine Schauspielerin, die Beruf und Privatleben nicht mehr trennen kann und an diesem Konflikt scheitert.

Brigitte Fossey ist seit den 90er-Jahren vermehrt im Theater tätig. Ihr Ehemann, Regisseur Jean-François Adam, brachte sich 1980 mit 42 Jahren um. Fossey verfügt über eine Villa an der Cote d’Azur, einen Bauernhof und ein Apartment in Paris.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare