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Leben & Werk

Brian Eno gilt als Pionier der elektronischen Musik, Erfinder des Ambient und ganz allgemein als einer der großen Weisen des Musikgeschäfts. Er ist ein Musiker, der im Grunde kein Instrument spielen kann, bildender Künstler und anerkannter Musiktheoretiker. Als Gründungsmitglied von Roxy Music und als Produzent von U2, den Talking Heads oder David Bowie hat er Meilensteine gesetzt. Schon bei seiner Geburt verbucht der künftige Großwesir des Pop einen Superlativ für sich, nämlich den des längsten Namens in der Rockgeschichte. Brian Peter George St. Jean Baptiste de la Salle Eno kommt 1948 in Woodbridge, Suffolk, zur Welt. Er besucht die Kunstschulen in Ipswich und Winchester, wo er mit ersten Bands improvisiert. Seine eigentliche Karriere beginnt 1971 in London mit der äußerst erfolgreichen Glamrock-Band Roxy Music, deren Sänger Bryan Ferry er in der U-Bahn trifft. Da er sich selbst als „Nicht-Musiker“ bezeichnet, sieht man Eno bei den frühen Roxy-Konzerten auch nicht auf der Bühne, sondern hinter dem Mischpult. Mittels eines damals brandneuen Synthesizers (einem VCS3), Tonbandgeräten und anderen elektronischen Gerätschaften gestaltet und verfremdet er den gesamten Sound der Band. Später jedoch gesellt sich Eno zu den Kollegen auf der Bühne, wo er durch seine bizarren Feder-Kostüme und grelles Make-up Aufsehen erregt. Er zieht das öffentliche Interesse mehr und mehr auf sich, und es kommt zu einer unvermeidlichen Rivalität zwischen Bryan und Brian, die in einem Büro der Plattenfirma 1973 schließlich zum Bruch führt. Zwischen 1973 und 1978 veröffentlicht Brian Eno vier wegweisende Pop-Alben: „Here Come The Warm Jets“, „Taking Tiger Mountain (By Strategis)“, „Another Green World“ und „Before And After Science“. Das Bestreben, durch bestimmte Musik eine veränderte Raumwahrnehmung zu erzeugen, mündet in der Ambient-Reihe „Music For Airports“, „The Plateaux Of Mirror“, „Day Of Radiance“ und „On Land“. Das Tonstudio betrachtet Eno dabei gern als „Hilfsmittel zur Komposition“. 1975 gründet er das Label Obscure, auf welchem er Werke weniger bekannter Komponisten veröffentlicht – etwa das inzwischen berühmte Album „The Sinking Of The Titanic“ von Gavin Bryars. In den Achtzigern arbeitet er mit David Byrne und David Bowie zusammen („Heroes“ ist ein Ergebnis dieser Kollaboration). Er dirigiert das Portsmouth Sinfonieorchester und interessiert sich für Aktionskunst, produziert Bands wie Ultravox, Devo und James. 1994 und 1996 erhält er bei den Brit Awards die Auszeichnung als bester Produzent des Jahres. 1994 entwirft er – auf einem Apple – die Musik für das Start-Menü von Windows 95. Erst 2005 kehrt Eno als Musiker mit einem neuen Album zurück. „Another Day On Earth“ klingt anders als seine Arbeiten in den Siebzigern, was hauptsächlich mit der rasanten Entwicklung der Studiotechnik – also seines Hilfsmittels zur Komposition – zusammenhängt.

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