Brian Cox

Schauspieler • Sprecher • Kameramann
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Leben & Werk

Die Spezialität des wuchtigen Schotten sind Väter, Onkel, Familienoberhäupter, Militärs, Regierungsangestellte und Staatsmänner, gestandene Männer mit Autoritätsanspruch, gelassen ob ihrer Machtfülle und generös im Verteilen von Gunstbeweisen. Solche in sich ruhenden Charaktere, ohne jeden Zweifel, mit Weltverstand und Weitsicht, ohne Fehl und Tadel, klug und beherrscht und dabei nicht furchteinflößend, sondern sympathisch, aber oft gefährlich schillernd, machten Brian Cox seit seinem Filmdebüt 1965 zu einem der international gesuchten Nebendarsteller, der es auf weit über hundert Film- und TV-Rollen gebracht hat. Er ist der „erfolgreichste schottische Schauspieler seiner Generation“. So spielte er Agamemnon in Wolfgang Petersens „Troja“ und in Woody AllensMatch Point“ das Oberhaupt der reichen Unternehmerfamilie, in die Tennisspieler Jonathan Rhys Meyers einheiratet. Rachel McAdams rettet ihn als ihren geliebten Dad in „Red Eye“ (2005) vor Killern. Cox ist Geheimdiestmann in den „Bourne“-Agententhrillern mit Matt Damon und der bösartige General William Stryker im zweiten Teil der „X-Men“-Mutanten-Saga. 1986 spielte Cox den ersten Hannibal Lecter der Filmgeschichte in Michael Manns „Manhunter – Blutmond/Roter Drache“. Cox brillierte als Big John genannter alternder Päderast mit dunkler politischer Vergangenheit in „L.I.E.“ (2001, mehrere Independentfilmpreis-Nominierungen) und diskutierte mit Edward Norton in Spike Lees „25 Stunden“ (2003) über das Schicksal von New York nach 9/11. Schotten wie er müssen Schotten spielen, also trat Cox 1995 sowohl neben Mel Gibson als Onkel Argyle in Gibsons Oscar-Sieger und Historienepos „Braveheart“, als auch neben Liam Neeson im Epos „Rob Roy“ (1995) auf.

Das neben Sir Sean Connery zweite schottische Urgestein der Filmgeschichte wurde 1946 in Dundee geboren und wuchs in einer katholischen Familie irischer Herkunft auf. Cox wandte sich früh dem Theater zu und gewann im Lauf seiner Karriere auf Londoner und New Yorker Bühnen zahlreiche Preise, so zwei Mal den Olivier Award und weitere Auszeichnungen. Für seine Darstellung von Hermann Göring gewann er 2001 den Emmy Award, für seinen komischen Harry Moon in der TV-Serie „Frasier“ wurde er für den Emmy nominiert.

In David Finchers grandiosem Thriller über die Ermittlungen zu einem historischen Kriminalfall „Zodiac – Die Spur des Killers“ spielte er den Star-Anwalt Melvin Belli, zu dem der Mörder Kontakt aufnimmt. Doch seine Versuche, den Serienkiller zur Aufgabe zu überzeugen, scheitern. Sein Auftritt als mal exzentrischer, dann wieder verständnisvoller Psychiater Dr. Finch, der in „Krass“ die manisch depressive Mutter des Protagonisten nach gescheiteter Ehe therapiert, beeindruckte unter all den überdrehten Charakteren. 2006 engagierte ihn Douglas Mackinnon für seine Biopic „The Flying Scotsman“ über den Radrennfahrer Graeme Obree. Cox spielt den Priester Baxter, der sich nach und nach zum Mentor des mit einem selbst gebastelten Rad fahrenden Amateurs entpuppt. Brian Cox überzeugende Spielkraft wurde 2006 mit dem Icon Award geehrt.

Cox war von 1968-1986 mit Caroline Burt (ein Sohn, eine Tochter) liiert und ist seit 2002 mit der Schauspielerin Nicole Ansari verheiratet, mit der er einen weiteren Sohn hat. Er veröffentlichte die Bücher „The Lear Diaries“ und „Salem to Moscow: An Actor’s Odyssee“.

2003 wurde Cox von der Queen zum Commander of the British Empire ernannt.

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