Brett Ratner

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Leben & Werk

Er wurde innerhalb weniger Jahre zu einem der meistgesuchten Regisseure Hollywoods, verhalf Jackie Chan mit den „Rush Hour“-Actionkomödien zu den beiden erfolgreichsten Filmen seiner Karriere, lancierte den schwarzen Komiker Chris Tucker in drei Filmen und wagte sich mit „Roter Drache“ an die stargespickte Neuverfilmung eines Stoffes um den Serienkiller Hannibal Lecter.

Regisseur Brett Ratner wurde 1969 in Miami in eine jüdische Familie geboren, träumte bereits als Junge vom Film und schrieb sich mit 16 als jüngster Student im Hauptfach Film an der New York University ein, wo er Steven Spielbergs Firma Amblin überreden konnte, seinen Abschlussfilm über einen Kinderstar („Whatever happened to Mason Reese“) zu finanzieren. Nach einem Porträt des Hip-Hop-Impresarios Russell Simmons landete Ratner im Bereich des Musikvideos und inszenierte über 100 Clips mit Mariah Carey, Wu Tang Clan, Mary J. Blige, Foxy Brown, P. Diddy und anderen. Das berühmteste, 1999 mit dem MTV Award ausgezeichnete Musikvideo wurde Madonnas „Beautiful Stranger“, Titelsong zu „Austin Powers in geheimer Missionarsstellung“.

Vorher entstand 1997 Ratners Debütfilm „Money Talks – Geld stinkt nicht„, Überraschungserfolg in den USA mit Charlie Sheen als glücklosem TV-Reporter, der an einen von Chris Tucker gespielten Kleinganoven gerät und mit ihm gefährliche Situationen besteht. Mit „Rush Hour“ gelang Ratner der erste seiner Welthits: Jackie Chan als Elitepolizist muss sich in Los Angeles bei einem Entführungsfall mit einer Nervensäge von Partner (Tucker) herumschlagen. Im noch erfolgreicheren Sequel „Rush Hour 2“ verschlägt es die beiden erst nach Hongkong, dann nach Las Vegas. Beide Actionkomödien verbinden Chans virtuose Kampfkunst und Artistik mit Tuckers losem Mundwerk und Clownerien, im zweiten Teil ist Zhang Ziyi („Tiger & Dragon„) als Profikillerin mit von der Partie. Der dritte Teil wird im Sommer 2006 gedreht.

Mit „Family Man“ entstand 1999 ein Fantasy-Weihnachtsfilm für die ganze Familie, in dem Nicolas Cage als reicher Broker zeitweise ein zweites Leben als Reifenverkäufer führen muss und Gefallen am Leben der kleinen Leute findet. Der Thriller „Roter Drache“ (2002) war Ratners Neuverfilmung von Michael Manns „Blutmond“ (1986), beide nach der Romanvorlage von Thomas Harris, der die Figur des kultivierten Kannibalen erfunden hat. In dieser Vorgeschichte zu „Das Schweigen der Lämmer“ spielte Sir Anthony Hopkins den Serienkiller zum dritten Mal, um ihn agieren Emily Watson, Edward Norton und Ralph Fiennes. Der Film vervollständigte nach Ridley Scotts „Hannibal“ die Lecter-Trilogie.

Brett Ratner inszenierte mit Pierce Brosnan und Salma Hayek in den Hauptrollen 2004 die Meisterdieb-Komödie „After the Sunset„, die Brosnan in seiner Nach-Bond-Zeit eine der schönsten selbstironischen und entspannten Rollen seiner Karriere bot. Danach solte er „Superman Returns“ inszenieren, übernahm jedoch, als die Suche nach einem geeigneten Hauptdarsteller zu lange dauerte, die Regie von „X-Men – Der letzte Widerstand“, der der erfolgreichste Teil des Franchise wurde. Dessen erste Teile hatte Bryan Singer inszeniert, der sozusagen im Switching Director’s Verfahren den Superman-Film übernahm.

Ratner wurde für Kurzfilme und Werbespots mehrfach ausgezeichnet und erhielt für sein Engagement um die Resozialisierung Obdachloser den Spirit of Chrysalis Award. Sein Lieblingsfilm ist Howard Hawks‘ „Scarface“ (1932), Lieblingsregisseur ist Hal Ashby („Harold & Maude“, „Shampoo“), Quentin TarantinosReservoir Dogs“ schätzt er als „ein beinahe perfekter Film“ ein. Durch die Arbeit an Musikvideos kennt sich Ratner in der Rap-Szene aus und formulierte schön politisch inkorrekt: „Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Juden aus Miami und einem Rapstar. Beiden wollen den Cadillac und die diamantbesetzte Rolex.“

Ratner ist seit 1997 mit der Schauspielerin Rebecca Gayheart liiert und hatte u.a. Dates mit Tennis-Star Serena Williams.

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