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Leben & Werk

Mit ihren Porträts wunderbarer Heldinnen ist Brenda Blethyn seit ihrer dritten Kinorolle in Mike Leighs „Lügen und Geheimnisse“ die Speerspitze der englischen Frauen geworden, sich nicht unterkriegen lassen. Mit Mutterwitz und Schlagfertigkeit, Galgenhumor und Lebenshunger, aber auch mit Charisma, Charme und zärtlichem Verständnis meistern ihre Figuren den Alltag der britischen Arbeiterklasse.

Für die Rolle der Mutter in „Lügen und Geheimnisse“, die unverhofft mit einer erwachsenen schwarzen Tochter konfrontiert wird, die sie als Baby zur Adoption freigegeben hatte, erhielt Blethyn unter anderem in Cannes den Preis als Beste Darstellerin und eine Oscar-Nominierung.

Blethyn belebte mit Wucht und einer wilden Tolle, die aus den rothaarigen kurzen Locken schießt, Mark Hermans Tragikomödie „Little Voice„: Als wunderbar vulgäre Mutter eines scheuen Girls und Stimmwunders ist ihre Figur dem Gin und den Männern mit rostigem Charme wie Michael Caine als Impressario verfallen. In „Girls‘ Night – Jetzt oder nie“ war sie eine krebskranke Fließbandarbeiterin, die mit einem Bingo-Gewinn und ihrer besten Freundin nach Las Vegas zieht und ein spätes Glück erlebt.

Zu ihren größeren Erfolgen zählt „Grasgeflüster„, in dem sie eine Witwe in Cornwall spielte, die ihr Gewächshaus von Orchideen auf Marihuana umstellt und sich von der heimeligen Tee-Party-Pflanze zur Drogen-Queen wandelt.

Die 1946 in Kent geborene Blethyn erhielt als Theaterschauspielerin zahlreiche Auszeichnungen, trat im britischen Fernsehen in Serien und Mehrteilern („Der Buddha aus der Vorstadt“) auf und debütierte mit einer kleinen Rolle in „Hexen hexen„, bevor sie in Robert Redfords „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ Brad Pitts Mutter spielte. Im US-Fernsehen war sie in „RKO 218“ die gefürchtete Hollywood-Kolumnistin Louella Parsons.

Dem deutschen Publikum brachte sich Blethyn 2003 mit ihrer Paraderolle in „Grabgeflüster“ in Erinnerung. In dieser schwarzen Komödie trifft die mit dem Bürgermeister verheiratete Betty auf Bestattungsunternehmer Boris (herrlich Alfred Molina), der es 30 Jahre zuvor auf einem Tanzball nicht gewagt hatte, sie anzusprechen und der nun einen verspäteten Eroberungsversuch wagt und zu ungewöhnlichen Mitteln greifen muss. Für Blethyn war „Grabgeflüster“ nach „Remember Me?“ und „Girls‘ Night“ bereits die dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Nick Hurran.

In Joe Wrights hochgelobter Jane-Austen-Adaption „Stolz und Vorurteil“ spielte sie die Rolle der Mrs. Bennet, die ihre fünf Töchter an die richtigen Männer bringen will. Mit Wright arbeitete sie erneut 2007 in „Abbitte“ zusammen. Hier ist sie auf einem englischen Landsitz die Haushälterin und Mutter des tragischen Heldens, der zu Unrecht einer Vergewaltigung beschuldigt wird. Im selben Jahr beteiligte sie sich als Marja Dmitrijewna an dem aufwändig von Robert Dornhelm inszenierten vierteiligen Fernsehfilm „Krieg und Frieden“, und sie belegte die Hauptrolle als Jean Dwight in „Clubland“. Hier arbeitet sie an einer Karriere als Komikerin, bemüht sich aber gleichzeitig, ihren Sohn am Erwachsenwerden zu hindern. Nach den Anschlägen auf die Londoner U-Bahnen trifft sie in „London River“ auf einen Muslimen (Silberner Bär-Preisträger Sotigui Kouyaté), der wie sie auf der Suche nach seinem vermissten Kind ist, und mit dem sie mehr verbindet als anfangs vermutet.

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