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Hinter den Kulissen von "Garfield"

Ehemalige BEM-Accounts |

© Fox

Für Produzent John Davis ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen: Garfield, der faulste Kater der Welt, kommt ins Kino.

In seinem Kinodebüt spielt Garfield die Hauptrolle © Fox

Jahrelang bekniete John Davis seinen Namensvetter Jim Davis, doch der Comic-Zeichner konnte sich einfach nicht für einen „Garfield„-Film begeistern. Erst die modernen Animationsfilme änderten seine Meinung: „Ich habe Garfield immer wie einen richtigen Kater behandelt“, sagt Jim. „Er existiert tatsächlich so in meinem Kopf. Und mit Hilfe dieser neuen Computertechnik kann man ihn endlich authentisch wiedergeben.“

Für John Davis, der unter anderem „Dr. Dolittle“ und „Der Kindergarten Daddy“ produziert hat, ist es höchste Zeit, dass Garfield ein Kinoheld wird: „Er ist faul, er ist komisch, er ist mürrisch und er hat eine klare Haltung dem Leben gegenüber. Es ist egal, ob man fünf ist oder fünfzig, jeder kann sich mit ihm identifizieren.“

Herrchen sucht Hündchen: Breckin Meyer © Fox

Sind wir nicht alle ein bisschen Garfield?

Kinder lieben Garfield, weil er lebensnah und witzig ist. Teenagern gefällt, dass Garfield sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben lässt. Erwachsene sehen in Garfield einen Leidensgenossen, mit dem sie ihre kleinen Sünden gemeinsam haben. Er isst und schläft zu viel, er bewegt sich zu wenig und hat immer wieder Motivationskrisen.

„Tatsächlich“, gibt Jim Davis zu, „bin ich zu 30 Prozent wie Garfield. Ich jogge nicht, ich liebe Lasagne und ich faulenze gerne.“

Der neue Hausgenosse hat auch seine guten Seiten © Fox

Neurotischer Vielfraß

Nachdem John und Jim sich geeinigt hatten, beauftrage der Produzent das Drehbuch-Duo Joel Cohen und Alec Sokolow. Die beiden Autoren, die schon für „Toy Story“ und „Im Dutzend billiger“ erfolgreich zusammengearbeitet haben, waren sofort Feuer und Flamme. Für Cohen waren die Macken des launigen Katers ein gefundenes Fressen: „Garfield ist voller Neurosen. Sie allein bringen Bewegung in die Geschichte.“

In Zusammenarbeit mit Jim Davis sichteten die Drehbuchautoren 25 Jahrgänge von Garfield-Comics und entschieden sich schließlich für das Thema geschwisterliche Rivalität.

Jennifer Love Hewitt: Eine Tierärztin zum Schnurren © Fox

Ein Kater macht Theater

Das Problem kommt bekanntermaßen in den besten Familien vor. Garfield ist die absolute Nummer eins, bis Odie in sein Leben tritt. Wie ein neuer kleiner Bruder zieht er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich und Garfield beschließt, den Nebenbuhler zu vertreiben. Als Odie aber in Gefahr gerät, merkt der Kater, wie gern er den kleinen Hund hat.

Während Joel Cohen und Alex Sokolow über dem Drehbuch saßen, engagierte John Davis Regisseur Peter Hewitt. Zu den Filmen, die Hewitt inszeniert hat, gehören „Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft“ und „Ein Fall für die Borger„. Von dem Fantasy-Abenteuer, in dem winzige Wesen dafür kämpfen, ihr Heim zu retten, war Produzent Davis begeistert: „Ich liebe diesen Film und wusste, dass Peter die nötige Sensibilität und den richtigen Humor für „Garfield“ hat.“

Sturmfreie Bude für Garfield und Odie © Fox

Casting für eine große Klappe

Schon bald überlegten John Davis und Peter Hewitt, wer Garfield seine Stimme leihen sollte. Der Produzent erzählt: „Wir suchten jemanden mit einem beißenden, satirischen Sinn für Komik, eine Ikone des Humors sozusagen. Wir hatten das Glück die richtige Person zu finden: Comedy-Legende Bill Murray.“ Im Deutschen haucht die freche Stimme von Talkshowmaster Thomas Gottschalk dem Kater das Leben ein.

Zusammen entschieden die Filmemacher Breckin Meyer für die Rolle von Garfields Herrchen Jon Arbuckle zu besetzen. „Breckin ist witzig und porträtiert den Durchschnittsmann mit Katze einfach perfekt.“ Allerdings hatte der Schauspieler ein „kleines Problem“: Er ist auf Katzen allergisch. Breckin Meyer fiel ein Stein vom Herzen als er erfuhr, dass Garfield am Computer entstehen würde.

Jennifer, Breckin und Odie-Darsteller Tyler am Set © Fox

Tierärztin mit Herz

Jennifer Love Hewitt

Jennifer, die mit dem Blockbuster „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ berühmt wurde, ist mit Garfield-Comics aufgewachsen. „Ich hatte eine große orangefarbene Katze, die ich Garfield nennen wollte, aber mein Bruder war dagegen. Und Lasagne hab ich auch zum ersten Mal wegen Garfield gegessen.“

Terrier Tyler bei den Dreharbeiten © Fox

Auf den Hund gekommen

Bei den Dreharbeiten hielten die Schauspieler ein Stofftier-Double in den Händen, das später durch den computeranimierten Garfield ersetzt wurde. Für die wirklichen Tiere engagierte Produzent John Davis einen erfahrenen Trainer. Larry Madrid coachte die Vierbeiner für „Dr. Doolitte“, „George, der aus dem Dschungel kam“ und „102 Dalmatiner„. Madrid brachte Odie das Tanzen bei und arbeitete für „Garfield“ außerdem mit 16 Katzen, 36 Hunden und 30 Ratten.

Weil so viele Tiere eine große Herausforderung an das gesamte Team bedeuten, wurde die Produktion aufgeteilt: Die „First Unit“ drehte die Schauspieler und Odie, während die „Second Unit“ die Tiere filmte.

Und was gibt's zum Mittagessen? © Fox

Der Kamikater kommt

„Dieser Film ist eine große gemeinsame Leistung der Schauspieler, der Filmemacher und des Special-Effects-Teams“, fasst John Davis zusammen. „Alle hatten eine gemeinsame Vision: Sie wollten einen Film machen, zu dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Zugang finden.“

Garfield selbst würde die ganze Arbeit folgendermaßen kommentieren: „Ich habe herausgefunden, dass man nur lange genug warten muss - irgendwann fällt einem alles in den Schoß.“