David Finchers 20.000 Meilen unter dem Meer ist Geschichte

Kino.de Redaktion |

Brad Pitt Poster

Es ist wohl der berühmteste Roman des visionären Schriftstellers Jules Verne, der vom mysteriösen Kapitän Nemo und seinem futuristischen U-Boot Nautilus handelt. Schon einmal war diese grandiose Geschichte von Disney für die große Leinwand adaptiert worden. Im Jahre 1954 unter der Regie von Richard Fleischer, der später noch solche Klassiker wie Die phantastische Reise inszenierte, schlüpfte James Mason in die Rolle Kapitän Nemos, und kein geringerer als Leinwandlegende Kirk Douglas spielte damals den draufgängerischen Harpunier Ned Land. Die Dreharbeiten zu dem Film hätten Walt Disney beinahe ruiniert. Allein die Szene mit dem Kampf gegen den Riesenkraken kostete seinerzeit die unglaubliche Summe von einer Million Dollar. Insgesamt stand Disney vor dem Kinostart sogar mit fünf Millionen Dollar in der Kreide. 20.000 Meilen unter dem Meer spielte dann aber ein Vielfaches dessen ein.

Schon seit einer geraumen Zeit liebäugelt David Fincher (Verblendung) nun mit einem Remake. Das Projekt wollte und wollte aber über Jahre hinweg nicht voran kommen. Zuletzt wurde der Produktionsbeginn auf 2014 verschoben. Finchers Vision sah ein monumentales Epos vor, dass zu 70 Prozent aus CGI bestehen und ein enormes Budget verschlingen würde. Disney zögerte. Der Entertainment-Gigant fürchtete ein ähnliches Desaster wie mit John Carter. Überdies fand sich kein geeigneter Darsteller, für die Nachfolge von Kirk Douglas aus dem Original. Brad Pitt sprang ab um den Thriller Fury zu drehen, Matt Damon und Daniel Craig wollten sich auf kein 140-tägiges Shooting weg von ihren Familien einlassen, Channing Tatum schien als Star nicht zugkräftig genug, und Fincher war mit Disneys Vorschlag, Chris Hemsworth, nicht einverstanden. Nach langem hin und her, ist das Projekt nun (endgültig?) begraben. Das soll nicht heißen, dass niemals ein Remake von 20.000 Meilen unter dem Meer zustande kommen könnte, nur nicht mehr in absehbarer Zeit. Vielleicht erbarmt sich ein James Cameron möglicherweise nachdem er seine Avatar-Saga im Kasten hat. Er hatte schließlich immer ein besonderes Faible für Unterwasserabenteuer. Finchers nächstes Projekt ist nun The Girl Who Played with Fire.

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