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Beifall für "Babel"

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Brad Pitt Poster
© Tobis, Festival de Cannes

Der Wettbewerb wird endlich spannend. Neben „Vovler“ gilt jetzt auch „Babel“ als Palmen-Kandidat. Alejandro González Iñárritus Drama erntete den bisher längsten Applaus.

Schmerzhafte Erfahrungen gibt es in "Babel" und in "Flanders" Bild: Tobis, Festival de Cannes

Wie der Titel schon andeutet, ist „Babel“ eine Parabel für Missverständnisse. „Für mich geht es darum, wie verletzlich Menschen sind“, fasst der Mexikaner Alejandro González Iñárritu zusammen. „Das Thema für diesen Film wäre mir nicht gekommen, wenn ich nicht fünf Jahre fern meiner Heimat in Los Angeles gelebt hätte. Unterschiedliche Vorstellungen und Vorurteile machen die Kommunikation schwer.“

Das neue Werk des Regisseurs von „Amores Perros“ und „21 Grams“ handelt von sechs Familien in vier Ländern. Alle haben eines gemeinsam: Sie reden aneinander vorbei. Wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind, erfährt der Zuschauer erst zum Schluss. Bis alle Puzzleteile ein Ganzes ergeben, hat „Babel“ für den einen oder anderen Festivalbesucher gewisse Längen.

Cate Blanchett als Amerikanerin unterwegs in Marokko Bild: Tobis

Ein Schuss und seine Folgen

Die Geschichte beginnt in Marokko mit einem Hirten, der seinem Sohn ein Gewehr gibt, um Schakale zu vertreiben. Als der Junge mit der Waffe spielt, löst sich ein Schuss. Mit dieser einen Kugel gerät nach und nach das Leben verschiedener Personen durcheinander. Keiner der Fremden wird sich jemals treffen, auch wenn sie sich in diesem einen Moment so nah sind, wie Menschen nur sein können.

„Der Film zeigt, wie stark wir voneinander abhängig sind, wie durch einen Zufall so viele Leben an einem Punkt zusammengeführt werden, so als ob man uns daran erinnern müsste, dass wir alle die gleiche Luft atmen und gleichermaßen zerbrechlich sind“, bringt Schauspieler Gael Garcia Bernal die Aussage des beeindruckenden Dramas auf den Punkt.

E-Mail aus Afrika

Gael Garcia Bernal als angetrunkener Mexikaner in "Babel" Bild: Tobis

Die schauspielerischen Leistungen von Bernal, Cate Blanchett, Brad Pitt und diversen Laiendarstellern beeindrucken das Kritikerpublikum. Mit einem Besuch an der Croissette beglückt der Hollywoodstar aber nicht. Mit folgender E-Mail ließ er sich offiziell entschuldigen:

„Aufgrund der bevorstehenden Ankunft unseres neuesten Familienzuwachses kann ich den Film nicht mit Alejandro, Cate, Gael sowie dem Rest der Besetzung und des Stabs vorstellen. Ich bin unendlich stolz auf ‚Babel‘ und möchte jeden beglückwünschen, der an diesem großartigen Film beteiligt war.“

Regisseur Bruno Dumont am Set von "Flandres" Bild: Festival de Cannes

Gemischte Reaktionen

Großartig finden etliche Zuschauer „Flandres“ von Bruno Dumont nicht. Das Drama über die Schrecken des Krieges und die entsetzlichen Taten, zu denen ein Mensch fähig ist, ist eindeutig ein Beitrag für die Fans des Cannes-Veteranen.

Für andere Kritiker kommt die Geschichte über einen Bauernjungen, der mit anderen Franzosen nach Nordafrika in den Krieg geschickt wird, nicht glaubhaft rüber. Die Figuren sind nicht greifbar. Die Soldaten vergewaltigen eine Frau und töten grundlos eine alten Mann. Für ihre Sünden müssen sie mit der Todesangst an der Front bezahlen.

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