Boyd Holbrook

Schauspieler
Boyd Holbrook Poster

Leben & Werk

In „Predator – Upgrade“ tritt der „Narcos“-Star Boyd Holbrook in die Fußstapfen von keinem Geringeren als Arnold Schwarzenegger. Und auch Action-Star Liam Neeson hat sich für das Talent von Holbrook eingesetzt.

Der Weg von Kentucky nach Hollywood ist weit, auch im metaphorischen Sinne, weshalb der gebürtige Südstaatler Boyd Holbrook in seinen Anfängen als Schauspieler fürchtete, er wäre zu sehr Hillbilly, um im Filmgeschäft Fuß fassen zu können. Zum Glück hat sich die Befürchtung nicht bewahrheitet und Holbrook, der am 1. September 1981 in Kentucky geboren wurde, hat es inzwischen erfolgreich nach Hollywood geschafft.

Vom Bühnentechniker zum Model

Die Geschichte, wie Boyd Holbrook entdeckt wurde, gehört inzwischen zu den jüngeren Mythen Hollywoods. In einem Interview erklärte er, der Schauspieler Michael Shannon habe ihn in einem Kaufhaus in seiner Heimatstadt angesprochen, in dem Holbrook damals arbeitete. Shannon habe ihm geraten, die Schauspielerei auszuprobieren. In der Folge kam Holbrook ans Theater — zuerst allerdings nur als Bühnentechniker. Doch im Jahr 2001 wurde er genau dort von dem Agenten der international agierenden Elite Models Agentur entdeckt.

Durch das Modeln finanzierte sich Holbrook ein Filmstudium an der New York Universty. Gleichzeitig nahm er Schauspielunterricht. So lernte Holbrook nicht nur die Details der Filmproduktion, sondern auch, sich im Rampenlicht zu positionieren. Nebenbei schrieb er Drehbücher. Eines davon legte er dem Regisseur Gus Van Sant vor. Aus dem Film wurde nichts. Dafür erhielt Holbrook eine Nebenrolle in Van Sants oscarprämierten Biopic „Milk“ (2008).

Boyd Holbrook in „Narcos“

Seit „Milk“ hatte der junge Schauspieler immer wieder kleinere Rollen in Filmen wie dem Sci-Fi-Drama „Seelen“ (2013), „Liberace“ (2013) oder David Finchers „Gone Girl“ (2014) sowie die Hauptrolle in der Miniserie „Hatfields & McCoys“ (2012). Der richtige Durchbruch schien ihm jedoch nicht gelingen zu wollen. Und dass, obwohl sogar Liam Neeson, mit dem Holbrook zusammen in „Ruhet in Frieden“ (2014) auftrat, sich persönlich dafür einsetzte, dass Holbrook eine weitere Rolle im Actioner „Run All Night“ (2015) erhielt.

Es dauerte einige Jahre, in denen Boyd Holbrook sich von einer Nebenrolle zu nächsten hangelte, bevor im Jahr 2015 mit der Netflix-Serie „Narcos“ sein Durchbruch kam. In den ersten beiden Staffeln spielt Holbrook den Ex-DEA-Agenten Steve Murphy, der rückblickend erzählt, wie er den Kampf gegen das mächtige Medellin-Kartell und dessen Führer, den halb vergötterten Drogenboss Pablo Escobar, aufgenommen hat. „Narcos“ wurde ein Hit — und Boyd Holbrook weit über Hollywood hinaus bekannt.

„Logan“ und „Predator“

Seit dem Durchbruch mit „Narcos“ konnte Boyd Holbrook auch auf der großen Leinwand Hauptrollen ergattern. Im Jahr 2017 spielt er den Antagonisten in „Logan“, dem hochgelobten letzten Wolverine-Film mit Hugh Jackman in der Hauptrolle. Der dystopische Neowestern für Erwachsene ist für viele „X-Men“-Fans der Höhepunkt der Filmreihe und nicht nur ein würdiger Abschied von Jackman ikonischster Rolle, sondern auch die beste Wolverine-Iteration bis dato.

Im Jahr 2018 ist Holbrook schließlich in seiner ersten großen Hauptrolle zu sehen. In „Predator – Upgrade“ von Shane Black spielt Holbrook einen großschnäuzigen Scharfschützen, der mit einer Gruppe von durchgeknallten Ex-Elitesoldaten auf die Jagd nach dem Predator geht — dem kultigen Alien-Großwildjäger der 80er-Jahre. Holbrook tritt damit in die Fußstapfen von Arnold Schwarzenegger und beweist seine Qualitäten als Action-Star. Ein besseres Fundament kann es für eine weitere Hollywood-Karriere eigentlich nicht geben.

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