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Bong Joon-ho

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Mit seinem Genrekino begeistert er nicht nur südkoreanische Zuschauer, sondern konnte dank „Parasite“ Filmgeschichte schreiben. Nie zuvor gewann ein südkoreanischer Film die Goldene Palme in Cannes und wurde für einen Academy Award nominiert.

Wenn Bong Joon-Ho einen Film produziert, dürfen sich die Zuschauer auf Genre-Kino mit aufgebrochenen Konventionen freuen. „Meine Filme basieren auf Genres, einer universellen Sprache. Jeder spricht sie“, gab er im Rahmen der Pressearbeit für seinen Oscar-nominieren Film „Parasite“ zu Protokoll.

Das Sozialdrama schrieb 2019/2020 mehrfach Filmgeschichte: „Parasite“ ist der erste südkoreanische Film, der die Goldene Palme in Cannes nach Hause nahm und überhaupt für einen Oscar nominiert wurde. Aber nicht nur eine, sondern gleich sechs Oscar-Nominierungen stehen im Raum. Die Überraschung folgte am 9. Februar 2020: Joon-Ho gewann dank „Parasite“ vier Oscar-Auszeichnungen: als Bester Internationaler Film, Beste Drehbuch, Beste Regie und den Hauptpreis für den besten Film. Es ist der erste Film, der sowohl als Bester fremdsprachiger Film als auch als Bester Film ausgezeichnet wurde.

Anfänge und erste Kassenrekorde mit „The Host“

1969 in der südkoreanischen Großstadt Daegu geboren, wusste Bong Joon-Ho bereits mit zwölf Jahren, dass er Regisseur werden wollte. Dem Wunsch seiner Eltern folgend, absolvierte er zunächst ein Soziologie-Studium in Yonsei, ehe er Anfang der 1990er ein Filmstudium absolvierte.

In seinem Spielfilmdebüt „Hunde, die bellen, beißen nicht“ (2000) nahm er sich dem jungen Jahrtausend an und zeigte einen genervten Gelehrten, der einen Hund entführt. Mit dabei ist die Schauspielerin Donna Bae („Sense8“ und „Cloud Atlas“), die auch in seinen späteren Werken häufiger zu sehen ist. Bereits mit seinem Nachfolgewerk „Memories of Murder“ (2003) begannen die internationalen Lobessänge auf den Regisseur.

Sein größter Kassenerfolg wurde „The Host“ (2006), ein selbstironischer Monsterfilm mit echten Blockbuster-Qualitäten, in der ein Urzeitwesen die Menschen in Seoul attackiert. Allein in Südkorea strömten 13 Millionen Zuschauer ins Kino.

„Snowpiercer“ und „Okja“

Als etablierter Regisseur und ständiger Gast in Cannes, ob als Juror oder mit neuen Filmen in Gepäck, produzierte er 2013 seine erste Hollywood-Produktion „Snowpiercer“ auf Basis einer Graphic Novelle. Der SciFi-Film spielt in einer postapokalyptischen Welt, der die Überlebenden einer Eiszeit in einem Hochgeschwindigkeitszug in einem großen Kreis fahren. Chris Evans, Jamie Bell, John Hurt und Tilda Swinton überzeugen im Film, der nicht nur Gesellschaftssysteme in Frage stellt, sondern auch atemberaubende Actionsequenzen zu bieten hat.

Seinen zweiten englischsprachen Film „Okja“ (2017) produzierte er für den Streaming-Anbieter Netflix und sorgte mit seiner Teilnahme in Cannes für einen kleinen Skandal. Zuvor wurde kein Film beim renommierten Filmfestival zugelassen, der nur eine Online-Auswertung, aber keine Kinoauswertung genoss. Trotzdem waren Zuschauer weltweit von der liebevollen wie verspielten Welt überzeugt.

„Parasite“: Goldene Palme 2019 und Oscar-Gewinn 2020?

Die Arbeit für seinen Spielfilm „Parasite“ (2019) begann bereits während der Dreharbeiten von „Snowpiercer“. Ein befreundeter Theaterschauspieler wollte seine Erfahrungen als junger Tutor bei einer wohlhabenden Familie in ein Theaterstück umwandeln, Bong arbeitete gemeinsam mit seinem Produktionsassistenten Han Jin-Won über die nächsten Jahre am Drehbuch.

Thriller, Komödie, Sozialdrama: Die Geschichte über eine koreanische Familie aus armen Verhältnissen, die sich langsam Zugang zum Haushalt einer wohlhabenden Familie verschafft, ist spannend, witzig und vielschichtig.

In 77 Tagen war „Parasite“ abgedreht und feierte in Cannes 2019 die Weltpremiere. Am Abend der Verleihung die große Überraschung: Als erste südkoreanischer Film überhaupt, nimmt „Parasite“ den Hauptpreis der Goldenen Palme mit nach Hause. Die Jury um Präsident Alejandro G. Iñárritu bestätigt zu später Stunde: Die Abstimmung verlief einstimmig.

Die Zuschauer*innen und Kritiker*innen geben dem Votum recht. Weltweit nimmt der Film 143 Millionen US-Dollar ein. Der Preisregen nimmt nach der Goldenen Palme kein Ende: Ehrungen inklusive dem Golden Globe 2019 als bester fremdsprachiger Film und vier Oscar-Auszeichnungen, unter anderem für Bester Film, Beste Regie und Bester internationaler Film bei sechs Nominierungen sprechen für sich. Man traut sich fast nicht zu sagen, dass es der erste südkoreanische Film ist, der für einen Oscar nominiert wurde.

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