Bob Rafelson

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Er gehörte zu den Regisseuren und Produzenten, die zeitweise das Bild des New-Hollywood-Kinos der 60er und frühen 70er Jahre prägten. Er arbeitete am liebsten mit Jack Nicholson (sechs gemeinsame Filme), entdeckte Sally Field und Arnold Schwarzenegger („Stay Hungry - Mister Universum“, 1976), und hatte seinen größten Erfolg mit der wegen der Sexszenen auf dem Küchentisch 1980 umstrittenen James-M.-Cain-Verfilmung „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ (mit Nicholson und Jessica Lange). Bob Rafelson, geboren 1933 in New York, hatte als Show-Regisseur die Pop-Gruppe „The Monkees“ entdeckt, die in seinem Debütfilm „Head“, einem der typischen psychedelischen Filme der späten 60er auftraten, und war mit seiner Produktionsgesellschaft BBS verantwortlich für Produktionen wie „Easy Rider“ (von Dennis Hopper), „Die letzte Vorstellung“ (von Peter Bogdanovich) und „Drive, He Said“ (von Nicholson). In „Five Easy Pieces - Ein Mann sucht sich selbst“ (1970, zwei „Oscar“-Nominierungen), einem der einflussreichen Hauptwerke des avantgardistischen Zweigs des New Hollywood, reist Nicholson als frustrierter Pianist ziellos durch die Staaten, in „The King of Marvin Gardens“ (1972) spielte er mit Bruce Dern ein Brüderpaar, das nicht mit dem Leben zu Rande kommt. Beide Filme waren zwar zeittypisch, aber kommerziell katastrophale Reinfälle, so dass Rafelson erst 1976 wieder mit „Mr. Universum“ Regie führte. 1979 soll er während der Dreharbeiten zu dem Gefängnisfilm „Brubaker“, bei dem er durch Stuart Rosenberg ersetzt wurde, einen Studiochef tätlich angegriffen haben. Erst der Thriller „Die schwarze Witwe“ (mit Theresa Russell und Debra Winger) brachte ihm 1986 wieder Erfolg. Relativ folgenlos blieben der Afrika-Film „Land der schwarzen Sonne“ und die Hundehalter-Romanze „Man Trouble“ (mit Nicholson und Ellen Barkin). Der Thriller „Blood & Wine“ (mit Nicholson und Michael Caine), in dem ein Weinhändler und ein leider todkranker Tresorknacker den perfekten Coup planen, zeigte Rafelson wieder auf der Höhe. Mit diesem Film kurbelte er auch die Karriere von Jennifer Lopez (als Nicholsons Geliebte) an. Für Rafelson, der seine letzten Filme nicht mehr selbst produzierte, ist „Blood & Wine“, der Michael Caine in San Sebastian 1996 den Darstellerpreis einbrachte, der Abschluss seiner „Familien“-Trilogie, in der Nicholson zuerst einen Sohn („Five Easy Pieces„), dann einen Bruder („The King of Marvin Gardens“) und zuletzt einen Ehemann spielte.

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