Leben & Werk

Der populärste, berühmteste, reichste und lange Jahre höchstbezahlte („Midas of Comedy“) Komiker Bob Hope erreichte das Alter von 100 Jahren und war im Lauf seiner Karriere durch Radio- und TV-Shows, Filme, Broadway Shows und unzählige Auftritte bei der Truppenbetreuung vor Generationen von amerikanischen Soldaten in mehreren Kriegen irgendwo in der Welt zu einem nationalen Symbol geworden und kannte alle US-Präsidenten seit Roosevelt persönlich.

Unter dem Namen Leslie Townes Hope in Eltham (England) geboren, kam Hope 1907 mit den kinderreichen Eltern in die USA, besuchte die High School in Cleveland und wurde Laufbursche für eine Motorenfabrik. Für den sich Bob Hope nennenden Habenichts mit Segelohren, der spitzen Nase, dem zu großer Beweglichkeit fähigen kantigen Kinn und dem breiten Grinsen wurden alle Hoffnungen des amerikanischen Traums wahr. Sein Rezept: Er brachte über viele Jahrzehnte die Menschen zum Lachen. Zuerst in Revuen und Bühnenmusicals, dann in Kurzfilmen und ab 1938 mit der ersten Hauptrolle auch in Kinofilmen. Hopes trockener Humor, sein Wortwitz, der mit zahlreichen Anspielungen auf Kollegen, aktuelles Geschehen und sexuelle Zweideutigkeiten durchsetzt war, und die Situationskomik kamen in allen Schichten der Bevölkerung an. Hope kultivierte vor Woody Allen den Typus des kauzigen Feiglings, dessen Versuche, sich als romantischer Held zu bewähren, fehlschlagen.

Zu den bekanntesten erfolgreichen Filmen gehören zwei Westernkomödien, in denen die imposante Jane Russell seine Partnerin war: „Bleichgesicht im Wilden Westen“ (1948) und „Bleichgesicht Junior“ (1952) beziehen ihre Komik aus Russells ‚männlichem‘ Auftreten als bleifeste Pistolenlady und Hopes hasenfüßigem Zahnarzt „Painless“ Peter Potter. Die Western-Parodie „Ein Schuss und 50 Tote“ erreichte den Witz der Vorgänger allerdings nicht. In „Junggeselle im Paradies“ (1961) recherchiert er als Autor inkognito in einem eintönigen Vorort und wird Liebling der Damen von Lana Turner bis Paula Prentiss. Die besten Filme drehte er mit Partner Bing Crosby seit „Road to Singapore“ (1940), deren Sequels (Bali, Hongkong) sich zu einer Serie formten, die von Crosbys Smartness und Hopes blinder Tatkraft lebten, mit absurden Gags arbeiteten (eine Flaschenpost enthält die Nachricht: „Bei Rückgabe Flaschenpfand“) und sich später immer häufiger mit Inside Jokes auf sich selbst bezogen („Ich glaub‘, ich hab‘ das alles schon mal erlebt.“). Als Partnerinnen traten Dorothy Lamour und zuletzt Joan Collins auf. Hope und Crosby sehen direkt in die Kamera, reden mit dem Publikum, Kamele und Schafe sprechen, irgendein bekannter Schauspieler taucht kurz auf und verschwindet wieder, Ausschnitte aus bekannten Filmen („The African Queen„) unterbrechen die Handlung. Hopes Filme standen jedoch immer im Schatten seiner wesentlich erfolgreicheren Radio- und TV-Shows, für die er ein Heer von Gagschreibern beschäftigte.

Hope, der nie eine Universität besuchte, wurde mit unzähligen Doktorhüten, Ehrungen und vier Ehren-Oscars bedacht. Er war Veranstalter von Golfturnieren und veröffentlichte mehrere Bücher über sich, das Showbusiness und das Golfspielen. Über Hopes Super-Patriotismus lässt sich streiten, aber er genoss ungeheures nationales Ansehen. Der Entertainer starb in seinem Haus an einer Lungenentzündung.

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