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Björk

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Leben & Werk

Mit den Sugacubes sorgte sie dafür, dass die Musikwelt in den frühen Neunzigern ihr Augenmerk auf das popmusikalisch bis dahin eher unauffällige Island richtete. Als Solokünstlerin wurde Björk zu einem der ungewöhnlichsten Popstars des Jahrzehnts.

Aufgewachsen ist die am 21. November 1965 im isländischen Rejkjavik geborene Björn Gudmundsdóttir in einem liberalen Haushalt - gegen die Behauptung, es habe sich um eine Art Hippie-Kommune gehandelt, wehrt sich die Sängerin entschieden. Mit fünf Jahren meldeten ihre Eltern sie an der örtlichen Musikschule an, wo sie zehn Jahre lang Unterricht auf der Flöte und am Klavier bekam. Ihr Musiklehrer sollte dafür sorgen, dass ihre Musikkarriere schon früh in Schwung kam: Er gab eine Aufnahme, auf der die damals Elfjährige den Tina-Charles-Song „I Love To Love“ sang, an den Radiosender Iceland One weiter, wo der Titel auch prompt gespielt wurde. Kurze Zeit später meldete sich die Plattenfirma Falkkin und bot der juvenilen Sängerin ihren ersten Plattenvertrag an. Mit Hilfe ihrer Eltern und einiger Freunde nahm sie ihr Debütalbum „Björk“ auf, auf dem sie zahlreiche Coversongs, darunter „Fool On The Hill“ von den Beatles, präsentierte. Die Platte wurde ein Hit in Island.

Als Teenager schloss sie sich Ende der Siebziger mehreren Post-Punk-Bands an, darunter ihre erste Gruppe Exodus, später Jam 80 und Tappi Tikarrass, mit der sie eine EP und ein Album veröffentlichte und schließlich die Gothic-inspirerten KUKL. Mit diesen veröffentlichte sie Mitte der Achtziger die zwei Alben „The Eye“ und „Holidays In Europe“ auf dem britischen Label Crass Records. „Als ich mich mit Punkmusik beschäftigt habe, gab es keine isländische Musik“, erklärte Björk rückblickend. „Wir mussten sie erst erfinden“. Aus KUKL gingen schließlich die Sugarcubes hervor, mit denen Björk und die isländische Musikszene erstmals im Ausland Aufmerksamkeit erregten. Zur Band gehörten neben Björk Einer Örn, Siggi Bladurson, Thór Eldon, Magga Örnólfsdottir und Bragi Olafsson. Bereits mit ihrer Debütsingle „Birthday“ landete die Band nicht nur in ihrer Heimat einen Alternative-Hit, sondern wurde auch in Großbritannien und in den USA begeistert aufgenommen.

Mit einem experimentierfreudigen Gemisch aus Post-Punk und Gitarrenrock wurde auch das 1988 folgende Sugarcubes-Debüt „Life’s Too Good“ zu einem internationalen Indie-Hit. Während der folgenden vier Jahre erspielte sich die Gruppe mit insgesamt vier Alben eine eingeschworene Anhängerschaft in den USA und Großbritannien, bevor interne Spannungen 1992 schließlich zur Auflösung der Band führten. Für Björk sollte dies den Startpunkt für eine international erfolgreiche Solokarriere markieren, die sie weg vom Gitarren-Pop, hin zu elektronischen Klängen führte. Sie zog nach London und gab als Sängerin auf dem Track „Ooops“ von 808 State ihr Debüt im neuen Genre House und Dance. Fortan feilte sie mit dem Elektronik-Produzenten Nellee Hooper, der zuvor bereits mit Soul II Soul und Massive Attack Erfolge feiern konnte, an ihrem neuen Sound.

Diesen präsentierte sie 1993 auf ihrem ersten Soloalbum „Debut“. Mit „Human Behaviour“, „Big Time Sensuality“ und „Violently Happy“ landete die Sängerin auf Anhieb internationale Hits, die sie in die oberen Regionen der UK- und US-Charts führten. Am Ende des Jahres wählte das britische Musikmagazin „NME“ „Debut“, das mittlerweile in den USA und in Großbritannien Platin-Status erreicht hatte, zum Album des Jahres. In England wurde Björk zudem mit einem Brit-Award als beste internationale Newcomerin ausgezeichnet. Weltweit verkaufte sich „Debut“ über 2,5 Millionen Mal. 1994 zog sich die Sängerin zunächst zurück, um an den Songs für ihr zweites Album zu arbeiten. Dieses produzierte sie mit TripHop-Star Tricky, Graham Massey von 808 State, Howie B. und erneut Nelle Hooper. Zwischenzeitlich steuerte die Isländerin als Co-Autorin den Titeltrack für Madonnas „Bedtime Stories„-Album bei und vollführte einen beeindruckenden Auftritt bei „MTV Unplugged“, der später auch auf CD veröffentlicht wurde.

Angeführt von der martialischen Single „Army Of Me“ kam „Post“ im Frühjahr 1995 auf den Markt und übertraf die Erfolge des Debüts. Mit „Isobel“, „Hyperballad“ und „I Miss You“ gelangen erneut umfassende Hits. Auf der Single „It’s Oh So Quiet“ präsentierte sich Björk einmal mehr von einer neuen Seite, diesmal im gänzlich Elektronik-freien, klassischen Big-Band-Sound. Im Jahr 1996 präsentierte die Sängerin auf „Telegram“ unkonventionelle Remixe des „Post“-Albums, bevor sie sich 1997 mit ihrem bis dahin experimentellsten Werk, „Homogenic“, zurückmeldete. „Wahrscheinlich war „Homogenic“ das erste Album, bei dem ich genau wusste, wie die gesamte Produktion, das Gesamtbild aussehen sollte, bevor die Aufnahmen überhaupt begannen“, erklärt Björk. Dem Album folgte erneut eine Reihe von Remixes. Das Erfolgsniveau der ersten beiden CDs konnte „Homogenic“ indes nicht ganz halten.

Nach „Homogenic“ gab es von Björk zunächst für einige Zeit musikalisch nichts Neues zu hören. Dafür ließ sie sich 1999 von Dogma-Regisseur Lars van Trier überreden, ihre erste Filmrolle zu übernehmen. Obwohl sich die Dreharbeiten für die Sängerin aufgrund einiger Konflikte mit dem Reggiseur durchaus schwierig gestalteten, erhielt sie im Frühjahr 2000 für ihre Hauptrolle als alleinerziehende Mutter Selma Thelma in „Dancer In The Dark“ eine Auszeichnung als beste Schauspielerin bei den Filmfestspielen in Cannes. Der Film, in dem Björk in musical-haften Szenen auch einige neue Songs präsentierte, wurde mit der Goldenen Rose ausgezeichnet. Der Soundtrack erschien wenig später unter dem Titel „Selmasongs“. Im Jahr 2001 veröffentlichte Björk mit „Vespertime“ ihr vielgelobtes viertes Studio-Album, dem ein Jahr später die erste „Greatest Hits“-Sammlung folgte. „Nachdem ich die Arbeit an ‚Vespertine‘ beendet hatte, war es für mich, als hätte ich mit etwas abgeschlossen“, erklärt Björk. „Ich fühlte mich, als hätte ich mich selbst eingeholt und etwas getan, was ich schon als Kind wollte. Ich befinde mich an einem Scheideweg und das ist der richtige Zeitpunkt für eine Zusammenstellung meiner Arbeit, eine Art Retrospektive meiner Musik, ihre Geschichte bis heute“.

Nach dreijähriger Produktionszeit veröffentliche die Isländerin im Sommer 2004 mit „Medulla“ ihr siebtes Album. Auf ihrem bis dahin avantgardistischsten Werk entfernte sie sich weiter vom verrückten Techno-Pop und legte den Schwerpunkt zusehends auf stimmliche Klangexperimente. Ihre Anhängerschaft folgte der Entwicklung: In Deutschland debütierte „Medulla“ auf Rang fünf.

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