Billy Joel

Schauspieler • Sprecher

Leben & Werk

Der US-amerikanische Sänger, Pianist und Komponist Billy Joel kommt am 9. Mai 1949 als William Martin Joel in der Bronx, New York, zur Welt. Der Enkel des aus Deutschland stammenden Wäschefabrikanten Karl Amson Joel, dessen Geschäft während der Arisierung 1938 zum Spottpreis verkauft und zum Versandhaus Neckermann wurde, wächst nach der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter auf Long Island auf und beginnt sich bereits sehr früh für klassische Musik zu interessieren (Billys Halbbruder Alexander ist Dirigent in Wien). Im Alter von 15 Jahren entdeckt er seine Liebe zum Rock, wird Mitglied in verschiedenen Bands und arbeitet nebenbei als Studiomusiker. Das unter der Regie des Produzenten Artie Ripp entstandene, eher mangelhaft produzierte und vermarktete Debüt „Cold Spring Harbor“ (1972) liegt jedoch schwer in den Regalen, so dass es zur Trennung des Produktionsteams kommt. Billy entzieht sich durch eine Flucht an die Westküste seinen Verpflichtungen aus dem Vertrag und tritt unter dem Pseudonym Billy Martin als Barmusiker auf. Schließlich wird die Plattenfirma Columbia auf ihn aufmerksam, und mit dem Klassiker „Piano Man“ gelingt Billy Joel 1973 ein erster Charterfolg. Auf den großen Durchbruch muss der ehrgeizige Musiker indes noch eine Weile warten: 1977 erreicht das in Zusammenarbeit mit Phil Ramone produzierte „The Stranger“ Platin-Status und wird mit einem Grammy ausgezeichnet. Weitere Veröffentlichungen wie „Glass Houses“ (1980), „The Nylon Curtain“ (1982) oder „An Innocent Man“ (1983) treffen mit ihrer charmanten Ironie und perfekten, durch und durch amerikanischen Popsongs wie „Still Rock’n’Roll To Me“, „Allentown“ und „Uptown Girl“ den Geschmack eines weltweiten Publikums. Joel wird zu einem gefragten Star der Achtziger, der aber stets einem skandalfreien Understatement verpflichtet bleibt. 1987 tritt er als erster amerikanischer Rockstar in der Sowjetunion auf, woraus auch der Titel „Leningrad“ entsteht. Im Verlauf der Neunziger wird es allmählich etwas ruhiger um den Piano Man, der mit dem Album „River Of Dreams“ (1993) und im Bühnen-Doppelpack mit seinem britischen Alter Ego Elton John trotzdem weitere Mega-Erfolge feiern kann. Nach der Jahrtausendwende hat sich der Familienmensch Billy Joel fast vollständig aus dem Musikgeschehen zurückgezogen. Gelegentliche Tourneen geraten da leicht zum Phänomen: Eine 12-teilige Konzertreihe im New Yorker Madison Square Garden ist auf dem 2006 erschienenen Album „12 Gardens Live“ dokumentiert.

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