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Leben & Werk

Der nach Sir Sean Connery populärste Schotte der Welt. Humorist, Stand-Up-Komiker, Folksänger, Bandleader, Schauspieler und Entertainer Bill Connolly wurde im Lauf von vier Jahrzehnten der bedeutendste Kulturexport Schottlands seit Dichter Robert Burns. Connolly und Connery brachten in Specials zu ihren jeweiligen Ehrungen und Jubiläen ihre gegenseitige Hochachtung zum Ausdruck. Connollys spezielle Art des Humors sucht weniger die „Punchline„, als den Gesamteindruck eines gelungenen Abends, wenn er von seinen Reisen und persönlichen Alltagserfahrungen erzählt, durchsetzt mit tabubrechenden Four-Letter-Words und politischer Unkorrektheit aus Überzeugung. In Schottland trägt der mit seinen grauen Locken wie ein Kumpel und gutmütiger Großvater wirkende sympathische Connolly nach einem seiner Alben den Spitznamen „The Big Yin“ (= The Big One).

William „Bill“ Connolly wurde 1942 in Glasgow geboren. Als sich die Eltern scheiden ließen, wurden er und seine Schwester von Tanten erzogen, aber Bill wurde fünf Jahre vom Vater sexuell missbraucht. Mit 15 Jahren fing er auf der Schiffswerft von Clyde als Schweißer an. Er gehörte einer Fallschirmjägertruppe an und stieg 1965 aus den Malocherjobs aus, nachdem er zehn Wochen in Nigeria beim Bau einer Erdölanlage gearbeitet hatte. Connolly wollte schon immer ins Showbusiness, machte den Traum zur Wirklichkeit und gründete 1965 die Band „The Humblebums“, die sich 1971 trennte und zu der zeitweise Gerry Rafferty gehörte. Sein Markenzeichen - humorvolle Ansagen, Intros und Überleitungen - machten ihn sehr beliebt, und so nahm die Solokarriere als Entertainer ihren Anfang. Connolly war im Vorprogramm von Elton John, erlebte Bühnendebakel wie an den Kopf geworfene Flaschen und begann Mitte der 70er-Jahre ausgedehnte Tourneen durch England, Irland, Nordamerika Australien und Neuseeland, die seine Popularität steigerten. 1990 schaffte er in einem HBO-Special mit Whoopi Goldberg als Partnerin den Durchbruch in Amerika. Seine weltweiten Tourneen wurden als Mehrteiler bei der BBC gesendet, so „World Tour of Scotland“, und verkauften sich als Alben wie als DVDs millionenfach, die Vorstellungen in der Londoner Royal Albert Hall und im Palladium waren ausverkauft. Für das BBC-Special „A Scot in the Arctic“ verbrachte er eine Woche allein im ewigen Eis. 2005 rangierte Connolly im Channel Five Poll der Top Comedians des Landes auf Platz 1 vor John Cleese.

Parallel zu seiner Komikerlaufbahn verfolgte Connolly eine Schauspielerkarriere, die 1998 mit der BAFTA-Nominierung als Bester Schauspieler für „Ihre Majestät, Mrs. Brown“ richtig in Gang kam. Seine nach wie vor beste Rolle ist der alte Roadie Hughie in „Still Crazy“ (1998), der bei der Comeback-Tour seiner Lieblingsband Strange Fruit die Gruppe bei der Stange hält und mit zynischer Zunge die Rock’n’Roll-Eitelkeiten kommentiert. Connolly bringt im Road Movie „Beautiful Joe“ (2000) Sharon Stone und ihre Tochter aus misslichen Situationen heraus, wird im Melodram „Weißer Oleander“ (2002) von Stieftochter Alison Lohman vergiftet, ist in „Last Samurai“ (2004) der Tom Cruise zur Seite stehende Ausbilder der japanischen Armee und in „Lemony Snicket“ (2004) Onkel Monty, der den Beaudelaire-Waisen nicht helfen kann. In „Fido“ (2006) spielt Connolly einen Zombie, im zweiten „Garfield“-Film Lord Dargisin.

Connolly war von 1969 bis 1985 mit Iris Pressagh verheiratet, mit der er zwei Kinder hat, deren Sorgerecht ihm nach der Scheidung übertragen wurde. Seit 1989 ist er mit der australischen Schauspielerin Pamela Stephenson verheiratet, mit der er drei Kinder hat und die zwei Bücher über ihn veröffentlichte: „Billy“ (2001) und „Bravemouth“ (2003; Anspielung auf den schottischen Freiheitshelden Braveheart). 2001 wurde Connolly Ehrendoktor der Uni Glasgow und 2003 Commander of the British Empire. 2003 erhielt er den BAFTA Lifetime Achievement Award.

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