Bille August

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann
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Leben & Werk

Mit Lars von Trier, dem bedeutendsten dänischen Regisseur der 80er und 90er Jahre, wurde Bille August als international arbeitender Filmemacher mit erfolgreichen Literaturverfilmungen wie „Das Geisterhaus“ und „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ ein Begriff. August (geb. 1948) studierte Kameratechnik an der dänischen Filmhochschule, wurde 1971 Kameramann, debütierte 1978 als Regisseur und fiel in den folgenden Jahren mit mehreren Jugendfilmen („Buster, der Zauberer“, „Zappa“, „Twist and Shout„) auf, die als einfühlsame Tragikomödien die Welt der Kinder und Jugendlichen in den 50er und 60er Jahren schildern. International und auf einen Schlag berühmt wurde er mit „Pelle, der Eroberer„, der vom Schicksal dänischer Landarbeiter im Schweden der Jahrhundertwende, von Auswanderungsträumen und eine ergreifende Vater-Sohn-Geschichte (mit Max von Sydow) erzählt. Der Film erhielt 1987 die „Goldene Palme“ in Cannes und wurde mit dem „Oscar“ als bester nichtenglischsprachiger Film ausgezeichnet. „Die Besten Absichten“ („Goldene Palme“ Cannes 1992) ist die Verfilmung eines Drehbuchs von Ingmar Bergman, das in Uppsala 1909 beginnt und die Geschichte einer Ehe vom Anfangsglück bis in die Krisenjahre und das Scheitern verfolgt. Die Hauptrolle spielte Bille Augusts Frau Pernilla August, die auch die Hauptrolle in dem nach Selma Lagerlöfs Roman entstandenem „Jerusalem“ (1996) hatte, in dem die Bewohner eines schwedischen Dorfes in den 20er Jahren ins Gelobte Land Israel auswandern. In diesen Jahren griff August auf literarische Vorlagen zurück und hatte mit „Das Geisterhaus“ (nach Isabel Allende), einer mehrere Generationen umspannenden Familiengeschichte aus Chile, und mit „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (nach Peter Hoeg), einem spannenden Thriller mit Julia Ormond, internationale Erfolge. Wie „Das Geisterhaus“ wartete die Victor-Hugo-Verfilmung „Les Misérables“ (1998), die achtzehnte Verfilmung des Romans „Die Elenden“, mit Starbesetzung, epischer Breite und großem Aufwand auf.

Eine sensible Liebesgeschichte um einen berühmten Komponisten, der an Alzheimer erkrankt, erwartete den Zuschauer in „En Sang for Martin“. August schrieb das Buch und führte Regie. 2004 inszenierte er den Gefängnisthriller „Return to Sender“. Eine im Todestrakt sitzende Frau (Connie Nielsen) vertraut sich einem Ex-Anwalt an, der die letzten Briefe anderer Todeskandidaten skrupellos vermarktet. „Goodbye Bafana“ brachte Bille August den Friedenspreis der Berlinale 2007 ein. Hier wird Nelson Mandelas Gefängnisaufenthalt auf Robben Island thematisiert. Der Gefängniswärter James (Joseph Fiennes) wird auserwählt, den bekannten Insassen (gespielt von Dennis Haysbert) zu bewachen und auszuspionieren, da er dessen Muttersprache als Kind erlernt hat.

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