George W. Bush gehört in den Transporterraum, „Pille“ McCoy hatte (leider) die besseren Frauen und Bill Murray verdient einen Oscar - beim DVD-Date in München nahm Voyager-Star Robert Picardo kein Blatt vor den Mund.

Robert Picardo: "Nennen Sie die Art des medizinischen Notfalls" Bild: Paramount

„Nennen Sie die Art des medizinischen Notfalls!“ Was man aus einer an sich staubtrockenen Rolle alles machen kann - Robert Picardo gab in 178 Folgen der Star Trek-Serie „Voyager“ den zunächst völlig humorfreien Schiffsarzt, ein Hologramm bestehend aus dem Wissen von 47 galaktischen Medizinern. Und just dieser Charakter avancierte zur derzeit beliebtesten Figur unter den Trekkies, wird auf den Fan-Conventions rund um den Globus enthusiastisch gefeiert.

Picardo, der selbst Medizin studierte und schon mit Jack Lemmon gemeinsam auf der Bühne stand, weiß auch, warum:

„The Doctor ist die Figur, die sich von Folge zu Folge erkennbar weiterentwickelt - vom langweiligen medizinisch-holografischen Notfallprogramm zu einer Persönlichkeit mit jenem trockenen Humor, für den schon DeForest Kelley als Dr. „Pille“ McCoy berühmt wurde.“

Gab der denn Tipps, wie man sich als Raumschiffarzt Freunde macht?

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Nie mehr Ski-Pyjamas

„Wir sind uns oft begegnet und jedesmal hat er mich damit aufgezogen, dass er und Captain Kirk auf ihren Missionen viel mehr hübsche Frauen erobert haben als ich. Als ich ihm sagte, dass meine Rolle eine Hommage an seine ist, grinste er und meinte: ‚Das heißt, Du klaust bei mir!‘ und ich antwortete ‚Das ist absolut korrekt. Aber wenigstens muß ich die Ski-Pyjamas nicht tragen, mit denen ihr in den 60ern Aliens erschreckt habt.'“

Das Programm von The Doctor ist das gebündelte Wissen vieler Ärzte. Wessen Weisheit würde denn Picardo gerne seiner eigenen hinzufügen?

„Das von Leonardo da Vinci, der vielleicht das größte Genie der Menschheit ist. Ich kenne ihn sogar, bin ihm in einer Voyager-Folge begegnet. Er wurde von John Rhys-Davies gespielt.“

Und welchen Zeitgenossen würde er gern auf Nimmerwiedersehen ins All beamen?

„Ich bin kein großer Fan unseres Präsidenten George W. Bush. Ins All würde ich vielleicht einige Leute aus seinem Stab beamen, bei ihm genügt es mir, wenn er bald aus dem Amt gewählt wird. Wir brauchen einen Präsidenten, der das gestörte Verhältnis zu unseren Verbündeten wieder in Ordnung bringt, andere Kulturen und Ansichten zu schätzen weiß. Sie ahnen es: Ich bin bekennender Anhänger der Demokraten.“

Die Filmwelt spekuliert, wer Ende Februar wohl die Oscars absahnen wird. Was rät der Doktor?

„Ich bin sicher, ‚Bester Film‘ und ‚Beste Regie‘ gehen an ‚Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs‚. Und die besten Schauspieler sind für mich Charlize Theron (‚Monster‚) und Bill Murray (‚Lost in Translation‚).

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Und falls Sie sich noch nicht sicher sind, verraten ihnen zahlreiche Experten wie Michael Mendl, Suzanne von Borsody, Roger Willemsen, Nova Meierhenrich oder Christine Neubauer in der neuen V.I.P.-Lounge unter „Hilfe für Ihr Voting“ ihre persönlichen Oscar-Tipps.

Voyager-Fans müssen übrigens noch den Mai abwarten, bis „The Doctor“ einen Hausbesuch macht - dann ist die Kult-Serie in Deutschland endlich auf DVD zu haben.

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