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Bernd Michael Lade


Mit seinem kantigen Bauernschädel wirkt er wie eine norddeutsche Ausgabe der Helden aus den Filmen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki. Doch der verschmitzte Zug des stämmigen, blonden Bernd Michael Lade macht ihn unverkennbar zu einem jener knorrigen Ostfriesen, die Detlev Buck in seinen ersten Filmen vorstellte. Allerdings stammt Lade, Jahrgang 1964, aus Berlin, wo er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst...

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  • Geboren: 24.12.1964 in Berlin  DDR
  • Berufe: Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor

Leben & Werk

Mit seinem kantigen Bauernschädel wirkt er wie eine norddeutsche Ausgabe der Helden aus den Filmen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki. Doch der verschmitzte Zug des stämmigen, blonden Bernd Michael Lade macht ihn unverkennbar zu einem jener knorrigen Ostfriesen, die Detlev Buck in seinen ersten Filmen vorstellte. Allerdings stammt Lade, Jahrgang 1964, aus Berlin, wo er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch seine Ausbildung absolvierte. Mit Bucks „Karniggels„, Lades Kinodebüt, in dem er als Dorfpolizist das Emsland durchstreift und dabei vergeblich nach einem Kuhmörder sucht, erzielte er gleich einen durchschlagenden Erfolg. Seitdem sah man ihn als gewieften Jungbauern an der Seite von Christiane Paul in „Dumm gelaufen“ und als Wiener Krankenwagenfahrer in der schwarzen österreichischen Komödie „Komm, süßer Tod„, in der er im Wettstreit der verschiedenen Ambulanzunternehmen den Tod findet. Lades Bekanntheit und Popularität beruhen indes auf der TV-Reihe „Tatort“: Seit 1992 spielt er für den MDR den Tatort-Kommissar Kain, der in den ersten Folgen noch als jeanstragender Gegenpart zu Kommissar Ehrlicher (Peter Sodann) mit seiner Überzeugung, dass es auch „ein Leben nach dem Polizeirevier“ gäbe, aneckte. Seitdem wurde die Figur etwas geglättet und ihre teils verschrobene Widerborstigkeit eingeebnet. Lade war in den 90er Jahren einer der meistbeschäftigten Darsteller im Deutschen Fernsehen. Sein Regiedebüt „Rache“ (1996) blieb weitgehend unbekannt, sein zweiter Film „Null Uhr 12“ hatte 2001 in Hof Premiere - ein verzwickter Gangsterfilm um die Hintergründe eines Banküberfalls in der Genretradition von „Die üblichen Verdächtigen“.

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