Rund um den Potsdamer Platz brummt es. Am Donnerstag, den 10. Februar, beginnt die Berlinale und für zehn Tage richten sich die Augen der internationalen Cineasten in Richtung der deutschen Hauptstadt. Im Wettbewerb konkurrieren 16 Filme um Goldene und Silberne Bären, weitere sechs Filme laufen außer Konkurrenz. Einer davon ist der Eröffnungsfilm „True Grit“ von Ethan und Joel Coen, der bereits für zehn Oscars nominiert ist. Zur Premiere kommen am Donnerstag neben dem Regie-Duo die Hauptdarsteller Jeff Bridges, Josh Brolin und Hailee Steinfeld. Ein weiterer Höhepunkt folgt am Freitag, wenn Kevin Spacey, Jeremy Irons, Stanley Tucci und Nachwuchsstar Zachary Quinto, der sich neuerdings auch Zach Quinto nennt, den Börsenthriller „Margin Call“ vorstellen. Eine Neuerung auf der Berlinale sind 3D-Projektionen, darunter auch der 3D-Tanzfilm „Pina“ von Wim Wenders, der außer Konkurrenz im Wettbewerb gezeigt wird. Besonderen Glamour strahlen die Gala-Screenings im Friedrichstadtpalast aus, dort werden gezeigt: Der für zwölf Oscars nominierte „The King´s Speech“ von Tom Hooper, mit Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter und Guy Pearce, der Dokumentarfilm „Sing your Song“ von Susanne Rostock über den Sänger Harry Belafonte, der Klassiker „Taxi Driver“ von Martin Scorsese in einer restaurierten 4K-Version, vom chinesischen Starregisseur Chen Kaige „Zhao Shi Gu Er – Sacrifice“ und „Late Bloomers“ von Julie Gavras mit Jurypräsidentin Isabella Rossellini in der Hauptrolle. Der Jurypräsidentin stehen in diesem Jahr die deutsche Schauspielerin Nina Hoss („Yella“), die australische Produzentin Jan Chapman („Das Piano“), der indische Bollywood-Superstar Aamir Khan („Peepli Live“), die britische Kostümbildnerin Sandy Powell („Shakespeare in Love“, „Aviator“) und der kanadische Filmemacher Guy Maddin („Geschichten aus dem Gimli Hospital“) zur Seite. Ein Platz in der Jury bleibt in diesem Jahr leer. Der iranische Filmemacher Jafar Panahi wurde kurz nach seiner Berufung in die Berlinale-Jury in seinem Heimatland verhaftet, zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt und mit 20 Jahren Berufsverbot belegt. Die Berliner Filmfestspiele halten an Panahi, der für „Offside“, den Silbernen Bären gewonnen hat, als Jurymitglied fest, um gegen die Verhaftung des Filmemachers zu protestieren. Die Berlinale präsentiert ihn als „Filmmaker of the World“ und zeigt seine Filme innerhalb verschiedener Sektionen des Festivals.Außerdem wird mit einer Vorführung von „Das Mädchen Rosemarie“, mit Jurymitglied Nina Hoss in der Titelrolle, dem verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger gedacht. Insgesamt werden innerhalb der zehn Berlinale-Tage 385 Filme aus 58 Ländern in 969 Vorführungen gezeigt. Davon kommen 99 aus Deutschland oder sind mit deutscher Beteiligung entstanden. Wer also einen Besuch plant, sollte sich angesichts der Filmflut gut vorbereiten. Eine erste Orientierungshilfe gibt es unter www.berlinale.de. Wir werden während der Berlinale täglich berichten.

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Besetzung für Natascha Kampusch-Biopic "3096" steht

    Constantin Film konnte für die seit längerem geplante biografische Kinoverfilmung „3096“ die Hauptrollen besetzen. Die irische Schauspielerin Antonia Campbell-Hughes („Bright Star“) übernimmt die Rolle der Natascha Kampusch, während der dänische Schauspieler Thure Lindhardt („Illuminati“, „Hindenburg“) in der Rolle ihres Peinigers Wolfgang Priklopil zu sehen ist. Amelia Pidgeon übernimmt dabei die Rolle der jungen...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Sherry Hormann dreht Bernd Eichingers "Kampusch"

    Constantin Film nimmt die Arbeit an dem geplanten Kinofilm „Natascha Kampusch“ wieder auf und konnte nun für die Regie die Filmemacherin Sherry Hormann („Wüstenblume“) an Bord holen. Der im Januar überraschend verstorbene Filmemacher Bernd Eichinger arbeitete zuletzt an dem Drehbuch über den Aufsehen erregendem Entführungsfall der jungen Natascha Kampusch und schließlich ihre Flucht nach 3.096 Tagen aus den Fängen...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Deutscher Filmpreis für "Vincent will Meer"

    Die 61. Verleihung des Deutschen Filmpreises fand am 8. April 2011 im Rahmen einer Galaveranstaltung im Berliner Friedrichstadtpalast statt. Als Favorit ging Tom Tykwers „Drei“ mit sechs Nominierungen um eine Lola ins Rennen und gewann schließlich drei Auszeichnungen für die Beste Regie, Beste weibliche Hauptrolle und Bester Schnitt. Als Bester Film erhielt jedoch die Tragikomödie „Vincent will Meer“ von Ralf Huettner...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare