Vielleicht sollte er mit Windeln auftreten…

Eddie Murphy blickt mit Grauen in seine Zukunft als Oscar-Moderator Bild: Universal

Eddie Murphy

Das Tiefstapeln ist Eddie Murphys Reaktion auf die einhellige Begeisterung in Hollywood, als der Komiker als Moderator der wichtigsten Nacht von Los Angeles bekannt gegeben wurde. Murphy verspürt offenbar enormen Druck: „Es ist schon lustig, dass alle denken, ich sei der perfekte Typ für den Job. Ich werde furchtbar sein, ich werde beim Begrüßen der Gäste nur stur in die Kamera gucken und einen lächerlichen, gepuderten, himmelblauen Smoking tragen.“

„Die haben mich eh nur wegen der üblichen Vetternwirtschaft engagiert!“

Möglicherweise fehlt es dem einstigen Superstar auch schlicht an Selbstvertrauen. Zwar hat Eddie Murphy für seinen unerwartet starken Auftritt in „Dreamgirls“ inzwischen sogar eine Oscar-Nominierung auf dem Konto, doch seine Karriere verläuft insgesamt extrem wechselhaft: Mit Klamauk wie „Familie Klumps und der verrückte Professor“ oder „Norbit“ erreichte Eddie Murphy zwar noch sein Stammpublikum, doch der große Erfolg von „Beverly Hills Cop“ blieb ihm ebenso versagt wie das Wohlwollen der Kritiker. Filme wie „Mensch, Dave!“ waren sogar echte Flops, Eddie Murphys neues Projekt „A Thousand Words“ um einen Mann, der bis zu seinem Tod nur noch tausend Worte sagen darf, wird aus Angst vor Misserfolg immer wieder verschoben.

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Abhilfe soll nun die Gaunerkomödie „Aushilfsgangster“ schaffen, in der Eddie Murphy neben Ben Stiller einen ehemaligen Unterweltboss spielt, der einer Truppe von Verlierern beim großen Coup assistieren soll.

Laut Murphy verdankt er den Job als Oscar-Moderator dabei ohnehin nur der Tatsache, dass der Regisseur des Films, Brett Ratner, auch bei der Goldjungs-Gala das Zepter führt: „Brett sagte mir ‚Weißt Du, wenn Du die Show moderierst, gibt das auch gleich ein bisschen Aufmerksamkeit für unseren Film…'“, erklärt Eddie Murphy. „Ich bin sicher, dass man mir nur deshalb den Job als Oscar-Moderator angeboten hat!“

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